"Wir können uns bei Youssoufa Moukoko für die Aussagen einiger Fans (...) nur entschuldigen", schrieb Schalke am Sonntag über die hässlichen Vorfälle im U19-Derby: "Bei allen Emotionen im Derby - solche Beleidigungen verurteilen wir aufs Schärfste und lehnen sie ausdrücklich ab." Der Klub kündigte nach dem 2:3 (1:2) gegen den BVB via Twitter an, er werde "die notwendigen Maßnahmen" ergreifen.

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Während des Livestreams des Spiels waren deutlich Drohungen gegen den Dortmunder Kapitän wie "Ich brech dir alle Knochen!" oder "Leg dich ins Grab!" zu hören. Auch Schimpfwörter fallen, ein Zuschauer brüllt: "Verpiss dich, du Hurensohn", ein anderer "Verpiss dich, du schwa..." - der Rest ist nicht klar vernehmbar. Moukoko reagierte darauf nach dem Spiel mit einem Bild auf Instagram und den Worten: "Ich bin stolz, mit dieser Hautfarbe geboren zu sein, und werde es immer sein."

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider sagte vor dem Spiel der Profimannschaft am Abend gegen Union Berlin bei "Sky", der Klub werde alles versuchen, die Krakeeler unter den 300 namentlich bekannten Zuschauern der U19-Partie am Mittag ausfindig zu machen. "Es ist langsam nicht mehr in Worte zu fassen, was sich manche Menschen erlauben", sagte er. Der DFB kündigte für Anfang der Woche Ermittlungen durch den Kontrollausschuss an.

"So etwas hat in einem Bundesligaspiel nichts zu suchen und schon gar nicht in einem Spiel der U19", sagte Dortmunds Jugendkoordinator Lars Ricken den "Ruhr-Nachrichten" und ergänzte: "Das ist sehr traurig. Ich bin froh, dass wir eine sportliche Antwort auf dem Platz gegeben haben."

Nach Moukoko-Beleidigung: Fans fordern hartes Durchgreifen

Der BVB zeigte auf Twitter ein Foto des jubelnd über den Rasen rutschenden Derby-Helden. Dieses garnierte die Borussia mit einem Emoji, das die Schalker Pöbler mit Zeigefinger auf den Lippen zum Schweigen auffordert und den Hashtags: "NoToRacism" sowie "BorussiaVerbindet".

Reaktionen auf die Beleidigungen gab es während des Spiels ebenso wenig wie Konsequenzen für die entsprechenden Anhänger. Fans beider Lager forderten Schalke aber zum Handeln auf.

der A-Junioren-Bundesliga. Der immer noch erst 15 Jahre alte Angreifer hatte schon bei Preußen Münster (5:0) dreifach getroffen.

Der Youngster steht seit dieser Saison im Bundesliga-Kader von Trainer Lucien Favre, für das Oberhaus ist er aber erst nach seinem 16. Geburtstag am 20. November spielberechtigt. Auch in der Champions League könnte der Junioren-Nationalspieler zum Einsatz kommen.

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(SID)

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