Die Vergabe-Richtlinien sehen vor, dass die Klubs von dem Rettungspaket in Höhe von insgesamt 200 Millionen Euro nur profitieren können, wenn sie infolge der Viruskrise Verlust verzeichnet haben.

"Das haben wir uns natürlich anders gewünscht", sagte der HBL-Geschäftsführer im Deutschlandfunk. "Die Auslegung der Vergabe-Richtlinien erfolgt jetzt unter Berücksichtigung von EU-Richtlinien. Wir müssen hier dem politischen Weg Rechnung tragen, dass man innerhalb der EU nicht machen kann, was man will."

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Klubs, die durch Sparmaßnahmen wie einen Gehaltsverzicht den Rutsch in die Roten Zahlen bisher beispielsweise vermeiden konnten, würden bei dem Hilfsprogramm Stand jetzt leer ausgehen.

"Der Staat macht es nach dem Subsidiaritätsprinzip und ist der Letzte, der hilft. Jetzt haben einige Vereine gar keinen Gehaltsverzicht ausgesprochen, andere haben das substanziell gemacht. Und jetzt bekommen die, die substanziell verzichten, weniger vom Staat als die, die nicht verzichten. Das kann man als unfair betrachten. Ich glaube, das letzte Wort ist da noch nicht gesprochen", sagte Bohmann weiter.

Die Vereine der HBL sind laut Bohmann alle akut bedroht. Die Liga startet am 1. Oktober mit Zuschauern in die neue Spielzeit, die Klubs dürfen ihre Hallen zu 20 Prozent auslasten. Dies könne man allerdings nur bis Weihnachten durchhalten, hatte Bohmann am Rande des Supercups zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt (28:24) am Samstag gesagt.

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