Coronakrise: Glandorf bleibt trotz drohendem Karriere-Ende gelassen

Coronakrise: Glandorf bleibt trotz drohendem Karriere-Ende gelassen
Von SID

02/04/2020 um 10:14Aktualisiert 02/04/2020 um 10:34

2007-Weltmeister Holger Glandorf blickt dem drohenden vorzeitigen Abschied vom Handball gelassen entgegen. "Natürlich wünsche ich mir ein anderes Karriere-Ende, aber wenn es so sein soll, dann nehme ich es hin. Das ist ein Schicksal von ganz oben", sagte Glandorf dem Sport-Informations-Dienst (SID). Die Handball-Bundesliga (HBL) ist aufgrund der Corona-Pandemie vorerst mindestens bis zum 23....

"Natürlich wünsche ich mir ein anderes Karriere-Ende, aber wenn es so sein soll, dann nehme ich es hin. Das ist ein Schicksal von ganz oben", sagte Glandorf dem Sport-Informations-Dienst (SID). Die Handball-Bundesliga (HBL) ist aufgrund der Corona-Pandemie vorerst mindestens bis zum 23. April ausgesetzt, es droht ein Saisonabbruch.

Glandorf, der seit 19 Jahren in der Bundesliga spielt und im Sommer seine Karriere beendet, stellt sein persönliches Los hinten an. "Jammern hilft in dieser Situation nicht", sagte der Rückraumspieler der SG Flensburg-Handewitt, der vor zwei Wochen einen der ersten Quarantäne-Fälle im deutschen Sport darstellte, nachdem sein Sohn Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatte.

Es gehe jetzt darum, "möglichst viele Menschen vor dem Virus zu schützen. Das ist viel wichtiger als mein Abschied", sagte Glandorf. Den könne man schließlich auch in einem anderen Rahmen nachholen.

Seit 2011 spielt Glandorf für Flensburg. Mit der SG gewann er zweimal die deutsche Meisterschaft (2018 und 2019), den DHB-Pokal (2015), den Europapokal der Pokalsieger (2012) sowie 2014 die Champions League.

Sein Debüt in der Bundesliga gab Glandorf 2001 für die HSG Nordhorn, 2009 wechselte er zum TBV Lemgo. Mit beiden Klubs gewann er den EHF-Pokal (2008 und 2010). Seit März 2018 ist Glandorf zudem bester Feldtorschütze der Bundesliga-Historie, im Sommer soll er bei den Flensburgern in die Geschäftsstelle wechseln.