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"Nur noch Endspiele": DHB-Team will Wiener Stadthalle zur Festung machen

"Nur noch Endspiele": DHB-Team will Wiener Stadthalle zur Festung machen
Von Eurosport

16/01/2020 um 09:18

Bundestrainer Christian Prokop fordert vor dem ersten EM-Hauptrundenspiel der deutschen Mannschaft gegen Weißrussland "mehr Emotionalität" von seinen Spielern. Um das Ziel Halbfinale nicht schon früh aus den Augen zu verlieren, müssen Kapitän Uwe Gensheimer und Co. jetzt liefern. Gegen die Osteuropäer müssen die Deutschen direkt Punkten.

Christian Prokop lebte die enorme Zuversicht vor. Während Kapitän Uwe Gensheimer und seine Mitspieler das Abschlusstraining voll fokussiert absolvierten, lachte der Bundestrainer an der Seitenlinie viel und versprühte gute Laune. In der Wiener Stadthalle fühlten sich die deutschen Handballer auf Anhieb wohl, die altehrwürdige Spielstätte soll für das DHB-Team in der EM-Hauptrunde zur Festung werden.

    Nur noch Siege zählen

    Christian Prokop lebte die enorme Zuversicht vor. Während Kapitän Uwe Gensheimer und seine Mitspieler das Abschlusstraining voll fokussiert absolvierten, lachte der Bundestrainer an der Seitenlinie viel und versprühte gute Laune. In der Wiener Stadthalle fühlten sich die deutschen Handballer auf Anhieb wohl, die altehrwürdige Spielstätte soll für das DHB-Team in der EM-Hauptrunde zur Festung werden.

    Denn in der Hauptrunde zählt für das DHB-Team nur noch Vollgas. Schon ein weiterer Wackel-Auftritt könnte das Aus bedeuten, auch deshalb erhöhte Hanning den Druck auf seine Profis. "Wir müssen jetzt raus aus der Komfortzone und dürfen uns nicht hinter dem Zielgedanken verstecken. Die Spieler müssen jetzt ihre individuelle Stärke zeigen", sagte der 51-Jährige.

    Gensheimer: "Wissen, dass wir mehr können"

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    Gensheimer betonte die Zuversicht, nach einer schwachen Vorrunde in Trondheim endlich in Gang zu kommen. "Wir wissen alle, dass wir mehr können. Deswegen ist der Glaube da", sagte der Linksaußen:

    "Wir haben ja nicht verlernt, Handball zu spielen."

    "Ich erlebe ihn konzentriert und voll fokussiert", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning dem "SID" am Mittwoch: "Er ist zuversichtlich und glaubt an das Team." Ob mit dem Beginn der Hauptrunde auch der Druck für Prokop steige? "Das hat nichts mit dem Trainer zu tun, wir müssen als Mannschaft gewinnen und für Deutschland erfolgreich sein", sagte Hanning.

    Defensive muss sich verbessern

    Torhüter Johannes Bitter spürt nach dem Quartierwechsel Rückenwind, das bevorstehende Druckspiel gegen die Weißrussen sieht er als Chance. "Ich bin voller Vorfreude, in einer gut gefüllten Halle mit vielen tausend deutschen Fans zu spielen", sagte der Routinier:

    "Das wird uns sicherlich tragen."

    Der 37-Jährige verfügt im Gespann mit Andreas Wolff wie die gesamte deutsche Defensive noch über reichlich Steigerungspotenzial, das es jetzt abzurufen gilt. Auch Gensheimer will als Kapitän mehr Verantwortung übernehmen, als es ihm in einer ziemlich zerfahrenen Vorrunde gelungen war. Und damit schon gegen Weißrussland anfangen.

    Weißrussland keine Laufkundschaft

    Titelverteidiger Spanien und Ex-Weltmeister Kroatien haben wie auch das Team Austria jeweils zwei Zähler aus der Vorrunde mitgenommen. Deutschland startet dagegen wie die restlichen Gruppenkonkurrenten punktlos. Entsprechend groß ist die Bedeutung des Weißrussland-Spiels.

    Die Osteuropäer sind allerdings beileibe kein Handball-Entwicklungsland mehr. Nach Rang zwölf 2014 und zwei zehnten Plätzen bei den letzten beiden Europameisterschaften qualifizierte sich das Team von Bundesliga-Legende Juri Schewzow nun schon zum vierten Mal hintereinander für die Hauptrunde und peilt die beste Platzierung seiner EM-Geschichte ab. In der Vorrunde gelangen Siege gegen Serbien (35:30) und Montenegro (36:27).

    "Wir werden richtig Kraft und Energie brauchen. Denn das ist eine Geschwindigkeitsmannschaft, die ein hohes Tempo anschlägt", sagte Prokop, der noch überlegt, Johannes Golla - bislang 17. Mann - erstmals in den Kader zu berufen. Mit noch mehr Emotionen soll sein Team seiner Favoritenrolle am Donnerstag gerecht werden und "richtig Schwung aufnehmen für die Hauptrunde."

    (SID)

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