"Die Nervosität war doch vielleicht etwas größer als bei anderen Partien", berichtete der Spielmacher nach dem 26:24 (15:15) in Bosnien und Herzegowina, wo der Noch-Leipziger am Donnerstag als Kapitän auflaufen war.
Weil Uwe Gensheimer der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) derzeit verletzungsbedingt nicht zur Verfügung steht, musste Bundestrainer Alfred Gislason einen Stellvertreter für seinen etatmäßigen Kapitän suchen - und wurde bei Weber fündig. Der 28-Jährige bezeichnete das Ausführen des Amtes als "große Ehre", gleichwohl er sich an seine neue Rolle erst gewöhnen musste.
"Ich musste mir Gedanken machen, die richtigen Worte vor dem Spiel zu finden und die Mannschaft nochmal richtig heiß zu machen. Das war bisher nicht so der Fall, sonst war ich mehr der Mitläufer", berichtete Weber in einer virtuellen Medienrunde am Freitag, sprach aber von einem "sehr, sehr schönen Gefühl".
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Auch beim Abschluss der EM-Qualifikation am Sonntag (18.00 Uhr/Sport1) gegen Estland wird Weber, der zur neuen Saison zum SC Magdeburg wechselt, das DHB-Team wieder als Kapitän auf das Feld führen. Sollte er die laufende Bundesliga-Saison ohne Verletzungen zu Ende bringen, gilt sein Platz im Kader für die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) als sicher.
So weit will Weber aber noch nicht denken. "Gesetzt kann sich keiner fühlen, es kann noch so viel passieren in dieser Saison", sagte er mit Blick auf mögliche Verletzungen. "Sicher bin ich mir auf keinen Fall."
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