"Ich finde es mehr als fragwürdig, in solch einer Zeit Zuschauer in die Hallen zu lassen. Ich missbillige das", sagte Bitter der Hamburger Morgenpost. Zuschauer seien "das falsche Signal".
Nach Meinung des Weltmeisters von 2007 brauche der Handball die WM, um sich zu präsentieren und um "seine Existenz zu sichern". Besucher in den Arenen seien dafür aber "nicht zwingend nötig. Das ist nicht glaubwürdig." Für Bitter geht es dabei auch um die Wirkung der TV-Bilder: "Wie können wir vor Zuschauern spielen, wenn bei uns zu Hause Lockdown ist?"
Das sehen viele Spieler anderer Nationen genauso. Vor Bitter hatten bereits Norwegens Superstar Sander Sagosen ("peinlich") und Dänemarks dreimaliger Welthandballer Mikkel Hansen ihrem Ärger öffentlich Luft verschafft.
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Zwar hält Bitter das Risiko einer Ansteckung für die Akteure bei einer maximalen Hallenauslastung von 20 Prozent für "überschaubar". Er sorgt sich aber um die vielen Menschen, die kommen und nicht der Bubble angehören und deswegen nicht ständig getestet werden. "Da trägt der Handball Verantwortung", sagte Bitter.
Rückraumspieler Julius Kühn gab sich bei einem virtuellen Medientermin des Deutschen Handballbundes (DHB) am Donnerstag pragmatisch. "Als Spieler müssen wir das jetzt hinnehmen. Uns wurde zugesichert, dass es genügend Abstand zu den Zuschauern geben wird und die Zuschauerreihen relativ weit entfernt sein werden", sagte Kühn. Er sei aufgrund der aktuellen Lage "jetzt auch nicht unbedingt begeistert davon. Aber uns bleibt in der aktuellen Situation nichts anderes übrig als der IHF zu vertrauen, dass sie alles im Griff haben."
Momentan geht der DHB weiterhin von einer Hallenauslastung von bis zu 20 Prozent aus. "Da sehe ich eher ein ethisches, moralisches Thema, dass die Zuschauer auf der Tribüne sich untereinander anstecken könnten", sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer am Donnerstag. Die Gefahr, "dass Infektionen von der Tribünenseite in Richtung Spielfeld kommen, die kann man nicht zu 100 Prozent ausschließen". Sie sei aber "deutlich geringer".
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