"Gerade ARD und ZDF reden immer wieder von Diversity und praktizieren Gender-Mainstreaming. Aber in der Sportberichterstattung herrscht eine reine Monokultur", sagte der 62-Jährige dem SID.
Die Spiele der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) werden lediglich im Internet auf der Plattform sportdeutschland.tv übertragen. Im linearen Fernsehen werden Zusammenfassungen gezeigt, so berichtete etwa am vergangenen Donnerstag die Tagesschau in der ARD vom deutschen Auftakterfolg gegen Tschechien (31:21). Live-Bilder sind jedoch vergeblich zu finden.
"Ich weiß gar nicht, wann es in Deutschland überhaupt das letzte Frauen-Handballspiel bei ARD und ZDF gegeben hat. Ich habe bei uns im Verband nachgefragt, unseren Pressesprecher. Kein Mensch kann sich erinnern", führte Michelmann fort. ARD und ZDF kommentierten die Aussagen Michelmanns auf SID-Anfrage zunächst nicht.
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Die DHB-Frauen waren am Montag nach einer optimalen Vorrunde mit 4:0 Punkten in die Hauptrunde eingezogen und haben beste Chancen auf das Viertelfinale. Die Gegner in der nächsten Turnierphase sind Republik Kongo am Mittwoch (18.00 Uhr), Asienmeister Südkorea am Freitag (15.30 Uhr) und Rekordeuropameister Dänemark am Sonntag (20.30 Uhr).
"Wenn man mal die Leistungen vergleicht, bei allem Respekt vor unseren Männern bei der WM im Ägypten, haben es die Frauen mit ihren Leistungen allemal verdient, nicht nur im Livestream, sondern endlich mal im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt zu werden - und zwar nicht nur in der Tagesschau, bei den heute Nachrichten oder im Morgenmagazin, sondern bei einem kompletten Spiel", sagte Michelmann und ergänzte: "So, wie es sich für eine Sportnation wie Deutschland gehört."
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