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Cavelius und Vargas Koch Zweite in Tiflis

Cavelius und Vargas Koch Zweite in Tiflis

31/03/2019 um 14:11

Das mit einem Rumpfteam angetretene Aufgebot des Deutschen Judobundes (DJB) hat sich beim Grand Prix in Tiflis achtbar aus der Affäre gezogen.

Die DJB-Starter konnten mit zwei zweiten und einem dritten Platz die Heimreise aus der georgischen Hauptstadt antreten.

Die wohl größte Überraschung gelang dabei Timo Cavelius in der Klasse bis 81 Kilogramm. Der Weltranglisten-108. schlug gleich mehrere höher eingestufte Gegner in der Serie und musste sich erst im Finale der Nummer drei des Rankings, Frank de Wit aus den Niederlanden, geschlagen geben. Der zweite deutsche Teilnehmer, Hannes Conrad, musste sich in der dritten Runde ebenfalls de Wit beugen.

Wichtige Punkte für Vargas Koch
Ebenfalls Zweite wurde Laura Vargas Koch in der Klasse bis 70 Kilogramm bei den Damen. Die Dritte der Olympischen Spiele von Rio de Janeiro 2016 unterlag im Finale Überraschungssiegerin Barbara Timo aus Portugal nach Golden Score.

Vargas Koch sammelte damit erneut wertvolle Punkte im Kampf um die Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2020. Nach aktuellem Stand wären neben der 28-Jährigen in der Kategorie bis 70 Kilogramm aus deutscher Sicht auch Miriam Butkereit und Giovanna Scoccimarro für die Spiele qualifiziert. Aber jeder Verband darf nur einen Teilnehmer pro Klasse in Tokio an den Start schicken. Es läuft also auf einen Dreikampf um das Olympiaticket hinaus.
Trajdos erobert das Podium

Kaum Sorgen um ihre Olympiateilnahme muss sich Martyna Trajdos machen, die in der Klasse bis 63 Kilogramm als Weltranglisten-Siebte mit Abstand beste Deutsche ist. Trajdos, die am 5. April ihren 30. Geburtstag feiert, unterlag im Viertelfinale von Tiflis Geke van den Berg aus den Niederlanden. Die Siegerin der Europaspiele von Baku kämpfte sich anschließend aber durch die Hoffnungsrunde, gewann das kleine Finale gegen Lucy Renshall aus Großbritannien und wurde Dritte.

Das Finale wurde zu einer rein niederländischen Angelegenheit. Sanne Vermeer schlug ihre Landsfrau Geke van den Berg und wurde Turniersiegerin. Die zweite deutsche Starterin, Vivian Herrmann, belegte einen guten siebten Platz.

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