Leichtathletik

Aus für Nike Oregon Project: Klosterhalfen-Trainingsgruppe am Ende

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Konstanze Klosterhalfen 2019 im Trikot des Nike Oregon Project (NOP)

Fotocredit: Getty Images

VonEurosport
11/10/2019 Am 09:31 | Update 11/10/2019 Am 09:34

Abruptes Ende für das umstrittene Nike Oregon Project, bei dem auch Deutschlands Lauf-Star Konstanze Klosterhalfen trainiert: Der US-Sportartikelriese löst das ins Zwielicht geratene Laufteam auf. Nike-Geschäftsführer Mark Parker begründete seine Entscheidung in einem internen Memo. Wie es nun für die WM-Bronzemedaillengewinnerin von Doha über 5000m weitergeht, ist derzeit völlig offen.

"Die Situation und die unbegründeten Behauptungen lenken viele Athleten ab und beeinträchtigen sie dabei, sich auf ihre Trainings- und Wettkampfbedürfnisse zu konzentrieren", sagte Parker darin: "Ich habe daher die Entscheidung getroffen, das Oregon Project zu beenden."

Der bisherige Cheftrainer und Gründungsvater des NOP, Alberto Salazar, war am 1. Oktober wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Regeln für vier Jahre gesperrt worden. Konstanze Klosterhalfen trainierte seit Ende 2018 in den USA. Sie gehörte dem NOP aber erst seit April offiziell an.

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Nach ihrem Erfolg hatte Klosterhalfen erklärt, sich weiter in den USA auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio vorbereiten zu wollen. Sie hatte aber selbst nie unter Salazar trainiert. "Ich weiß, dass das keinen aus meiner Gruppe betrifft, dass mein Trainer Pete Julian ist", sagte Klosterhalfen in Doha: "Deshalb freue ich mich auch schon wieder, zurück mit dem Team nach Amerika zu gehen."

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Wie es mit dem Training der Leverkusenerin nun weitergeht, ist offen.

DLV begrüßt "folgerichtige" Entscheidung

Zum weiteren Vorgehen sagte DLV-Generaldirektor Idriss Gonschinska, der den Nike-Beschluss als konsequent einstufte: "Wir werden wie bereits bei der WM in Doha von mir angekündigt, intensive Gespräche mit Konstanze Klosterhalfen und ihrem Management suchen, um die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in Tokio optimal abzusichern. Die Entscheidung, wie es weitergeht, wird letztlich Konstanze Klosterhalfen eigenverantwortlich treffen. Wichtig ist es aus meiner Sicht, die beste und nicht die schnellste Lösung zu finden."

DLV-Präsident Jürgen Kessing stellte fest:

Für mich ist der Beschluss, das Oregon Project nach der Salazar-Sperre zu beenden, eine folgerichtige Entscheidung im Sinne der Athleten und des Sports.

Das ehemalige NOP-Teammitglied Kara Goucher hatte zuletzt das Ende des Projekts gefordert. "Es muss weg", sagte die WM-Zweite über 10.000m von 2007, die als Zeugin gegen ihren ehemaligen Trainer Salazar ausgesagt hatte, der BBC.

(SID)

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