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Kazmirek verpasst WM-Bronze im Siebenkampf

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Kai Kazmirek wird vom Bronze-Platz verdrängt

Fotocredit: SID

VonSID
03/03/2018 Am 21:24 | Update 03/03/2018 Am 21:25

Kai Kazmirek hat bei der Hallen-WM in Birmingham Bronze im Siebenkampf trotz persönlicher Bestleistung knapp verpasst. Der WM-Dritte im Zehnkampf fiel nach dem abschließenden 1000-m-Lauf noch vom dritten auf den vierten Platz zurück. Der Este Maicel Uibo holte im letzten Wettbewerb noch einen Rückstand von 13 Punkten auf und verdrängte Kazmirek vom Bronzerang.

Es siegte Zehnkampf-Weltmeister Kevin Mayer (Frankreich/6348) äußerst knapp vor dem Olympiadritten Damian Warner (Kanada/6343). Dahinter lag Uibo (6265) 27 Punkte vor Kazmirek (6238).

"Das ist ein undankbarer Platz, aber ich kann mir nichts vorwerfen. Ich habe alles gegeben", sagte Kazmirek, der zunächst völlig erschöpft im Rollstuhl von der Bahn gebracht werden musste: "Mir war schwindelig, ich konnte nicht mehr gehen."

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Kazmirek mit persönlicher Bestleistung

Kazmirek hatte am Freitag und Samstag einen starken Wettbewerb abgeliefert. Im Weitsprung (7,68 m), im Kugelstoßen (14,55) und über 60 m Hürden (7,95) stellte er persönliche Bestleistungen in der Halle auf. Im Stabhochsprung (5,20) stellte er seine Bestmarke ein. Lediglich im ersten Wettbewerb, den 60 m, ließ er Punkte liegen.

Titelverteidiger Ashton Eaton (USA) hat seine Karriere inzwischen beendet. Vor zwei Jahren in Portland hatte Mathias Brugger WM-Bronze gewonnen.

Roleder auf Platz fünf über 60-m-Hürden

Europameisterin Cindy Roleder (Halle) hat über 60-m-Hürden Platz fünf belegt. Die 28-Jährige kam im hochkarätig besetzten Endlauf in 7,87 Sekunden ins Ziel und blieb damit drei Hundertstelsekunden hinter dem Bronzerang.

Gold ging an Freiluft-Weltrekordlerin Kendra Harrison (USA) in starken 7,70 vor ihrer Landsfrau Christina Manning (USA/7,79) und der Niederländerin Nadine Visser (Niederlande/7,84).

Die letzte deutsche Medaille über diese Strecke hatte die DDR-Athletin und deutsche Rekordlerin Cornelia Oschkenat 1989 mit Bronze gewonnen.

Coleman gewinnt Gold über 60 Meter

Weltrekordler und Topfavorit Christian Coleman (USA) hat bei der Hallen-WM in Birmingham Gold im 60-m-Sprint gewonnen. Der 21-Jährige setzte sich in 6,37 Sekunden vor Su Bingtian (China) durch, der seinen Asienrekord auf 6,42 verbesserte. Gold holte Colemans Landsmann Ronnie Baker in 6,44.

Coleman hatte in dieser Saison bei den US-Meisterschaften den Hallen-Weltrekord auf 6,34 Sekunden verbessert. Der Zweite der Freiluft-WM in London war im vergangenen Jahr mit 9,82 Sekunden auch die schnellste Zeit über 100 m gelaufen.

Dreispringer Heß ohne Medaillenchance

Freiluft-Europameister Max Heß ist ohne Medaille im Dreisprung geblieben. Der Chemnitzer kam in seinem dritten Versuch nur auf 16,47 m und belegte damit Platz elf. Es siegte Will Clay (USA) mit 17,43 vor Almir dos Santos (Brasilien/17,41) und Nelson Evora (Portugal/17,40).

Mit WM-Silber vor zwei Jahren in Portland hatte der damals 19-Jährige seinen internationalen Durchbruch geschafft. Im gleichen Jahr gewann er dann den EM-Titel im Freien. Bei der Hallen-EM 2017 in Belgrad sprang er in der Qualifikation deutschen Rekord (17,52), im Finale reichte es dann zu Bronze.

Morris gewinnt Stabhochsprung-Gold

Die EM-Zweite Lisa Ryzih (Ludwigshafen) hat im Stabhochsprung-Wettbewerb der eine Enttäuschung erlebt. Die 29-Jährige riss dreimal ihre Einstiegshöhe von 4,50 m und kam damit nicht in die Wertung.

Es siegte Sandi Morris (USA) mit 4,95 m vor der aus Russland stammenden neutralen Athletin Anschelika Sidorowa (4,90). Die Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin Ekaterini Stefanidi wurde mit 4,80 Dritte. Die Griechin wartet damit weiter auf ihren letzten noch fehlenden großen internationalen Titel.

Titelverteidigerin Jennifer Suhr (USA) hatte sich nicht qualifizieren können. Die letzten deutschen WM-Medaillen im Stabhochsprung der Frauen gewannen 1999 Ryzihs Schwester Anastasija mit Gold und Nicole Humbert mit Bronze.

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