Was ist "1K Wet"?

Frühling ist Marathon- und Trainingszeit. Wenige Tage vor dem London-Marathon, der am Sonntag, den 23. April stattfindet, befinden sich sowohl die Hobby-Läufer als auch die Besten der Welt im abschließenden Training zur Vorbereitung des Events.
Die klassische Vorbereitungsmethode besteht aus wöchentlich drei bis sechs Trainingseinheiten (reine Ausdauer und Intervalltraining), unterstützt durch ausgewogene Ernährung und viel Zufuhr von Wasser. Es gibt allerdings eine innovative und umfassendere Methode, das "Schwimmprogramm". Darauf gestützt hat Speedo das Programm "1K Wet" gestartet, mit dem man nach einer gewissen Apassungsphase für die Distanz von 1 Kilometer im Schwimmbecken die gleiche Zeit benötigt wie für einen 5-Kilometer-Lauf.
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In der Sendung Swim2Run, deren dritte Folge während des London-Marathon ausgestrahlt wird, begleitet Eurosport zwei Läufer, die das Rennen unter 3:45 Stunden beenden möchten. Unter Anleitung von Annie Emerson (einer ehemaligen Triathlon-Siegerin, die das Programm "1K Wet" erstellt hat) haben die zwei Athleten "1K Wet" einem Praxistest unterzogen und sich ins Schwimmbecken begeben.

Welche Vorteile hat das Schwimmen für Läufer?

Allgemeiner Muskelaufbau
Das Wasser leistet beim Schwimmen Widerstand: Jede Anstrengung, die der Sportler im Schwimmbecken unternimmt, setzt folglich alle Muskeln in Bewegung, Ober- und Unterkörper eingeschlossen. Beim Schwimmen werden die Muskeln im Ober- und Unterkörper gleichmäßig aufgebaut. Es stärkt den Rücken und verbessert folglich auch die Haltung beim Laufen. Beim Schwimmen werden folgende Muskeln des Oberkörpers gestärkt: Trapez-, Delta- und Bauchmuskeln sowie Bizeps, Trizeps, Unterarme, Brust- und Rückenmuskulatur.
Verbesserte Atmung
Die beim Lauftraining angewendete Bauchatmung muss am Marathon-Tag exakt stimmen. Das Training im Schwimmbecken stärkt die dabei zwangsläufig beanspruchten Bauchmuskeln. Beim Schwimmen kann an den Atemtechniken und Bewegungsabläufen gefeilt werden. Die meisten Schwimmstile (Kraulen, Freistil, Delfin- oder Rückenschwimmen) bieten dem Sportler die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Atmungsrhythmen zu wechseln.
Gelenke schonen und Verletzungen vermeiden
Laufen ist trotz allem eine belastende Sportart für den Körper, insbesondere für Gelenke wie Knie oder Knöchel, die bei einem Lauf das bis zu dreifache Körpergewicht des Athleten tragen müssen. Zusätzlich werden sie auch im Alltag strapaziert. Sie zu schonen ist somit ein tagtägliches Problem.
Da beim Schwimmen weder Abstoß und noch Aufprall auf den Boden stattfindet, bleibt der Körper von Verletzungen verschont und wird dabei sogar gedehnt. Als "unterstützende" Sportart (Wasser trägt bis zu 90% des menschlichen Körpergewichts) hilft Schwimmen dem Sportler dabei, sich vor traumatischen (Verstauchungen, Brüche) und post-traumatischen (Arthritis) Verletzungen sowie vor Verschleißerscheinungen (Arthrose, Stauchungen und Quetschungen der Gelenke und Wirbel) zu schützen.
Eine bessere Erholung vor und nach dem Marathon
Von Sportmedizinern empfohlen, bietet das Schwimmen sogar einem verletzten Sportler die Möglichkeit, das Training fortzusetzen oder sich einfach sportlich zu betätigen. Schwimmen verbessert die Erholungsphase vor und nach einem Marathon. Durch den Druck im Wasser werden die Durchblutung verbessert und Giftstoffe abgebaut.
Schwimmen durchbricht die Vorbereitungsroutine
Gemeinsam mit der sportlichen Betätigung ist auch der psychologische Faktor maßgeblich. Um so mehr, wenn ein großes Ziel in Angriff genommen wird. Schwimmen zu gehen durchbricht die Routine und das festgelegte Programm des Sportlers, der kurz vor dem Marathonlauf anfällig dafür ist, mental ausgebrannt zu sein. Wassersport ermöglicht es Sportlern, sich in einer schwierigen Phase neue Ziele zu setzen.
Mehr Info unter externalwww.speedo.com/make1kwethttp://www.speedo.com/make1kwetNone
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