"Ich konnte das Rennen nicht beenden und bin hier nicht zu 100 Prozent fit, weil Marc unverantwortlich und leichtsinnig handelte. Ich denke, er weiß das. Sicher wollte er mich nicht zu Sturz bringen, doch er bremste zu spät, deutlich zu spät", ärgert sich der dreimalige MotoGP-Champion.
"Sicher wird das, was ich jetzt dazu sage, für reichlich Polemik sorgen. Ich bin der Meinung, dass wir jetzt über Thailand sprechen sollten und nicht über das, was vor zwei Wochen passierte. Mir wurde aber diese Frage gestellt und ich möchte nicht unhöflich sein", ergänzt Lorenzo, der 2019 der Teamkollege von ´Márquez bei Repsol Honda sein wird.

Márquez rief Lorenzo an

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"Er rief mich am Montagnachmittag an. Er erkundigte sich nach meiner Gesundheit. Das rechne ich ihm hoch an, denn nicht alle Fahrer würden das machen", so Lorenzo. Marquez selbst wirkte von den erneuten Fragen der Journalisten genervt. "Ich rief ihn am Montag an, um mich zu erkundigen, wie es ihm geht. Ich kümmere mich um meinen zukünftigen Teamkollegen. Er hat seine Meinung, ich hab meine", kommentiert der Weltmeister. "Ich möchte keine Zeit verlieren, weiter darüber zu sprechen."
Was sagt Marquez zu Lorenzos Anschuldigungen gegenüber den Medien? "Ich telefonierte mit ihm und da sagte er etwas anderes. Mich interessiert mehr, was er am Telefon sagte", bemerkt Marquez und deutet an, dass er alles zum Vorfall in der ersten Runde gesagt hat.

Gefahr einer Folgeverletzung

In Thailand wird Lorenzo nicht bei vollen Kräften sein. Zudem muss der Spanier aufpassen, nicht erneut im Kies zu landen. "Ich darf nicht stürzen. Wenn ich am Rennen teilnehmen kann, dann darf ich nicht stürzen. Ich muss dieses Mal etwas weniger Risiko eingehen", ist sich der Ducati-Pilot bewusst.
"Ich möchte das Rennen so gut wie möglich überstehen und mich für Japan vorbereiten. In Japan haben wir Chancen, das Rennen zu gewinnen", grübelt Lorenzo, der den Vizetitel bereits abgeschrieben hat. "Der zweite Platz ist mittlerweile sehr schwierig geworden. Wir versuchen also, die bestmöglichen Ergebnisse einzufahren, um in der Meisterschaft möglichst weit vorne zu landen."
Lorenzos Ausrüster hat auf die besonderen Umstände reagiert und einen speziellen Stiefel angefertigt. "Ich probierte den Stiefel, den mir Alpinestars mitbrachte. Er ist größer. Ich denke nicht, dass ich ihn verwende, denn der neue Stiefel ist ziemlich steif. Vermutlich ist der kleinere Stiefel besser", erklärt er.
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