An der Spitze ist Marquez auch im neunten Jahr in Folge klassenübergreifend ungeschlagen. Es war aber knapp, denn er konnte Petrucci nur um 0,025 Sekunden überflügeln. Als einziger Fahrer wählte Marquez in Q2 eine Strategie mit drei Versuchen. Den ersten fuhr er mit einem harten Vorderreifen. Dann wechselte er das Motorrad und griff mit dem Medium-Vorderreifen an. Zum Schluss riskierte er wieder mit einem harten Vorderreifen alles und eroberte trotz wilden Rutschern tatsächlich noch die Pole-Position.

Krimi um Hundertstel: Márquez fährt zur Pole

"Das Team hat eine perfekte Strategie durchgeführt", lobt Marquez seine Crew rund um Santi Hernandez. "Das hat uns die Pole-Position ermöglicht. Mit dem harten Vorderreifen fühlte ich mich gut, aber auch mit medium war es okay. Für den letzten Versuch hatte ich keinen neuen Vorderreifen mehr. Ich habe gepusht, aber ich habe diese Pole nicht erwartet. Mit dem letzten Reifen fühlte ich mich besser, aber ich machte einige Fehler. In Kurve 3 wäre ich fast gestürzt. In der letzten Runde machte ich wieder einen Fehler, der sehr schwer zu kompensieren war. Aber diese 20 Millisekunden haben für die Pole gereicht."
Grand Prix Deutschland
Bradl springt ins kalte Wasser: "Alles sehr verrückt"
14/07/2018 AM 10:43

Lorenzo zieht Petrucci nach vorne

Wie im Vorjahr eroberte Petrucci den zweiten Startplatz. Obwohl seine erste Pole zum Greifen nahe war, relativiert der Italiener: "Zunächst muss ich sagen, dass ich hinter Jorge fuhr. Das hat mir sehr geholfen. Wir sind an diesem Wochenende aber immer schnell. Seit dem gestrigen FP2 war ich immer Zweiter. Ich dachte mir, dass heute vielleicht der richtige Tag ist. Aber dann sah ich Marquez. Trotzdem bin ich zufrieden." Petrucci hatte für Q2 nur ein Motorrad zur Verfügung, weil das andere in FP4 einen Defekt hatte.

Márquez verrät: Diese Strategie hat ihm die Pole gesichert

Dass Ducati auf Strecken, die traditionell immer schwierig waren, jetzt funktioniert untermauerte auch Lorenzo als Dritter. "Im letzten Versuch bin ich mit dem zweiten Reifen eine gute Runde gefahren, aber in der letzten Kurve habe ich einen Fehler gemacht. Ich habe das Gas etwas zu spät aufgedreht und Beschleunigung verloren. Dort habe ich ein oder eineinhalb Zehntel verloren. Das hätte die Pole sein können. Trotzdem ist es gut, auf dem Sachsenring in der ersten Reihe zu stehen, denn es ist immer eine schwierige Strecke für mich. Jetzt ist Ducati auch auf dieser Strecke schnell."

Yamaha-Duo in Reihe zwei

Yamaha musste sich knapp geschlagen geben. Maverick Vinales hielt nach dem ersten Versuch die Bestzeit, aber dann stellten Marquez und Ducati wieder die Hackordnung her. Obwohl Vinales nur 0,171 Sekunden fehlten, reichte das nur für Platz vier in der zweiten Startreihe. Andrea Dovizioso schaffte mit Rang fünf Schadensbegrenzung, denn der zweite Ducati-Werksfahrer musste die Hürde Q1 überstehen. Rossi hatte 0,262 Sekunden Rückstand. Im engen Feld bedeutete das Position sechs.

Unfassbare Schräglage: Márquez gibt alles

Nach den Freien Trainings galt Suzuki-Werksfahrer Andrea Iannone als Geheimfavorit für die Pole-Position. Schlussendlich spielte der Italiener aber keine Rolle. Vier Zehntelsekunden fehlten auf die Spitze. Damit belegte Iannone Rang acht. Mit Position neun setzte Alvaro Bautista (Angel-Nieto-Ducati) sein starkes Wochenende fort. Für die vierte Startreihe qualifizierten sich Dani Pedrosa (Honda), Alex Rins (Suzuki) und Takaaki Nakagami (LCR-Honda).

Bradl schneller als Lüthi

In Q1 stellte Dovizioso vor Nakagami die Bestzeit auf (Q1-Ergebnis). Aleix Espargaro verpasste als Dritter um 0,009 Sekunden den Einzug ins Q2. Der Aprilia-Fahrer wird allerdings nicht auf Startplatz 13 stehen. Im Vormittagstraining hatte er Marquez behindert, indem er langsam auf der Ideallinie gefahren war. Die Rennleitung griff hart durch. Aleix Espargaro wird in der Startaufstellung um sechs Plätze zurückversetzt. Er ist Wiederholungstäter, denn in Barcelona stand er Lorenzo im Weg.

Petrucci: "Ich war das ganze Wochenende über schnell"

Auch die gute Qualifying-Serie von Johann Zarco ist endgültig gerissen, denn zu Saisonbeginn stand der Franzose fünfmal in der ersten Startreihe. Nun verpasste er zum ersten Mal Q2. Als Vierter von Q1 war für Zarco früh Feierabend. Das KTM-Duo Pol Espargaro und Bradley Smith folgte auf den Plätzen sechs und sieben. Pol Espargaro fuhr seine schnellste Runde mit dem Medium-Hinterreifen, während alle anderen Fahrer auf die weiche Variante setzten.
Stefan Bradl beendete Q1 als Elfter und wird sein Heimrennen von Startplatz 21 aus in Angriff nehmen. Auf die Dovizioso-Bestzeit fehlte eine Sekunde. Abermals hatte Bradl seinen Marc-VDS-Honda-Teamkollegen Tom Lüthi im Griff. Der Schweizer war um zwei Zehntelsekunden langsamer und wurde Zwölfter. Hinter den beiden Marc-VDS-Bikes werden in der Startaufstellung nur Karel Abraham (Angel-Nieto-Ducati) und Xavier Simeon (Avintia-Ducati) stehen.
Direkt zu Motorsport-Total.com
Grand Prix Deutschland
Dovizioso verpasst direkten Sprung ins Q2
14/07/2018 AM 09:06
Grand Prix von Aragón
Ducati-Duo vereitelt Quartararo die Pole - Rossi enttäuscht
11/09/2021 AM 13:51