Getty Images

Marc Márquez: Wer stürzt den "King of Sachsenring"?

Seriensieger Márquez: Wer stürzt den "King of Sachsenring"?
Von SID

13/07/2018 um 14:30Aktualisiert 13/07/2018 um 16:20

Marc Márquez hat seit 2010 jedes seiner Rennen auf dem Sachsenring gewonnen. Der Sieg beim Großen Preis von Deutschland geht nur über den spanischen MotoGP-Champion, der die WM kurz vor der Sommerpause überlegen anführt. Im ersten freien Training war Márquez am Freitagvormittag zwar ausnahmsweise nicht der Beste, lag als Zweiter hinter Andrea Iannone aber wie in der WM direkt vor Rossi.

Eurosport Player: Verfolgen Sie das ganze Event live

Jetzt bei Eurosport

Es ist jedes Jahr das gleiche Bild. Marc Márquez reckt am Sachsenring die Siegertrophäe in die Höhe, und die Konkurrenz schaut neidisch zu ihm auf. 2010 war es zum ersten Mal so, seither hat der MotoGP-Weltmeister auf der Strecke immer triumphiert - in drei verschiedenen Klassen. Da ist es völlig logisch, dass der Spanier sagt:

"Natürlich wollen wir am Sonntag gewinnen."

Umzug des GP von Deutschland in die Eifel

Selbst wenn es wieder klappt, könnte die Serie aber enden. Denn es ist äußerst fraglich, ob die WM im kommenden Jahr noch einmal in Hohenstein-Ernstthal Halt macht. Derzeit sieht es eher nicht so aus, ein Umzug droht, etwa zum Nürburgring, da sich der ADAC und die Sachsenring Rennstrecken Management GmbH (SRM) bisher nicht einig werden konnten. Rein sportlich gesehen hätte das Aus die größten Folgen für Márquez.

"Ich würde gerne weiter hier fahren", sagte der Katalane wenig überraschend am Donnerstag, er sei "sehr enttäuscht" von den aktuellen Entwicklungen. Die Hoffnung will der sechsmalige WM-Champion nicht aufgeben:

"Wir werden sehen, es ist noch offen."

Dem Honda-Piloten würde bei einem Abschied aus Sachsen weit mehr fehlen als die alljährlichen 25 Punkte.

Márquez dominiert den Motorsport

Márquez ist beim Großen Preis von Deutschland der Dominator schlechthin, genau wie in den USA. Dort hat der 25-Jährige bei all seinen insgesamt zwölf Starts triumphiert, in Laguna Seca, in Indianapolis und in Austin. Liegt dem Katalanen eine Piste, ist er kaum zu stoppen. Besonders bemerkenswert ist diese Bilanz, wenn man bedenkt, was in einem Motorradrennen so alles passieren kann. Und die Fahrer sind ständig am Limit unterwegs.

"Jeder redet über die acht Siege in Serie", sagte Márquez. Er hat keine Probleme damit, durch seinen Sieg vor zwei Wochen in den Niederlanden ist die Situation für den Spitzenreiter im Klassement komfortabel:

"Nach Assen verspüre ich weniger Druck. Wir hatten da immer Probleme, waren diesmal aber von Anfang an konkurrenzfähig und konnten die Führung in der Weltmeisterschaft ausbauen."

Márquez hat nach acht von 19 Läufen 140 Punkte auf dem Konto, erster Verfolger ist Italiens Superstar Valentino Rossi (Yamaha/99). In der Sommerpause wird eine Lücke klaffen, egal wie es am Sonntag (14.00 Uhr im Livestream und Liveticker bei Eurosport) ausgeht. "Marc ist hier überall schnell", sagte der 39-jährige Rossi, "ich weiß nicht, ob wir an einer bestimmten Stelle Zeit verlieren oder überall ein bisschen."

Márquez drucklos am Sachsenring

Márquez hat den großen Vorteil, nicht um jeden Preis gewinnen zu müssen.

"Wenn es aus irgendeinem Grund unmöglich ist, werden wir Punkte mitnehmen und gut in die Sommerpause gehen."

Trotz bester Aussichten bleibt der "King of Sachsenring" vorsichtig. "Das Wetter könnte eine Rolle spielen", sagte Márquez:

"Wir kennen das aus der Vergangenheit. Es kann regnen, wechselhaft sein, alles kann sich schnell ändern. Wir müssen darauf vorbereitet sein."

Video - Fieser Crash am Sachsenring: Kallio kriegt Maschine in den Reifen ab

00:46
0
0