Den Start hatte Polesetter Johann Zarco (Tech-3-Yamaha) für sich entschieden und zunächst die Führung vor Marquez und dessen Honda-Teamkollege Dani Pedrosa, der von Startplatz sieben viele Positionen gutmachen konnte.
Diese verlor der Spanier im Laufe der ersten Runden jedoch wieder, denn sowohl Rossi, als auch Danilo Petrucci (Pramac-Ducati) und Cal Crutchlow (LCR-Honda) gingen an ihm vorbei. Wenig später wurde Pedrosa auch von Dovizioso und Alex Rins (Suzuki) überholt.
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An der Spitze blieb Zarco weiterhin vorn. Neuer Verfolger war nach einem erfolgreichen Manöver gegen Marquez MotoGP-Routinier Rossi. Auch Dovizioso kam immer mehr in Schwung und attackierte Ende der Start-Ziel-Geraden Petrucci und Crutchlow, um vorläufig den vierten Platz zu übernehmen. Die Abstände im Feld waren zu diesem Zeitpunkt, bei noch 15 Runden, sehr eng. Die Spitzengruppe reichte bis Pedrosa auf P8.

Starke Aufholjagd von Viñales

Jorge Lorenzo (Ducati) und Maverick Vinales (Yamaha) hatten auf den Plätzen 11 und 12 den Anschluss da bereits verloren. Ihre Probleme setzten sich augenscheinlich auch im Rennen fort. Währenddessen wurde es mit Anbruch der zweiten Rennhälfte vorn immer unruhiger. Dovizioso duellierte sich über mehrere Kurven hinweg mit Rossi, ging schließlich an ihm und Marquez vorbei und nahm damit die direkte Verfolgung von Zarco an der Spitze auf.
Zehn Runden vor Schluss kam es dann zu zwei Stürzen in Folge: Erst crashte Rins auf Position 7 liegend, unabhängig davon verlor wenige Sekunden später Lorenzo die Kontrolle über seine Desmosedici. Der Kampf um den Sieg und die Podestplätze lief indes immer heißer. Hinter Zarco stauten sich noch immer sechs Verfolger, vorbei ging am Franzosen aber lange Zeit niemand - bis die fünf letzten Runden anbrachen.

Dovizioso wehrt Angriff ab

Dovizioso nutzte die Ducati-Power und übernahm Ende Start-Ziel die Führung, gefolgt von Marquez, der Zarco ebenfalls kassierte. Dieser verlor eine weitere Position an Rossi. Weil die Spitze die Pace anzog, dividierte sich das Feld nun etwas auseinander. Einzig Marquez und Rossi konnten den Anschluss an Dovizioso halten. Der Weltmeister biss sich am Italiener fest und versuchte auf der letzten Runde zu attackieren, ging auch vorbei, aber erwischte die schlechtere Linie und musste die Ducati passieren lassen.
Rossi fuhr einen starken dritten Platz nach Hause. Dahinter schafften es Crutchlow und Petrucci in die Top 5. Vinales, der in den letzten Runden noch ordentlich Boden gutmachen konnte, beendete das Katar-Rennen als Sechster vor Pedrosa. Zarco wurde nach seiner langen Führung schließlich bis auf Rang acht zurückgereicht. Die Top 10 rundeten Andrea Iannone (Suzuki) und Jack Miller (Pramac-Ducati) ab.
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