Márquez hat aber vor dem Saisonfinale in Valencia (12. November - live bei Eurosport) weiter klar die besten Karten im Kampf um die MotoGP-Krone.
Dovizioso hat nun nach Saisonsiegen mit Márquez gleichgezogen, doch genötigt er weiter ein Wunder, um noch Weltmeister zu werden: Er müsste auch in Valencia gewinnen und Márquez dort höchstens Zwölfter werden.
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Noch am Start bog Marquez zwar als Erster in die erste Kurve ein, konnte die Linie jedoch nicht halten, was Zarco die Gelegenheit gab, durchzuschlüpfen und die Führung zu übernehmen. Mit dem weichen Hinterreifen gelang es dem Franzosen, sich in den ersten Runden ein Vorsprung zu erarbeiten. Dahinter bewies Lorenzo sein Talent als Blitzstarter, bremste sich an Marquez vorbei und nahm die Verfolgung von Zarco auf.

Márquez mit Schwierigkeiten

Im Dreierpack kämpften zunächst Marquez, Dovizioso und Pedrosa um den Anschluss, bis Letzterer abreißen lassen musste. Damit waren die WM-Rivalen unter sich. Dovizioso belauerte Marquez erst und wagte in Kurve 14 einen ersten Angriff. Weil der Ducati-Pilot aber den Bremspunkt verpasste, schlüpfte Marquez wieder innen durch. Nur wenige Kurven später musste er Dovizioso aber vorbeilassen.
An der Spitze kämpfte sich Lorenzo indes Runde um Runde näher an Zarco heran, um bei noch zwölf zu fahrenden Umläufen erstmals die Führung zu übernehmen. Kurz darauf ging auch Dovizioso an Zarco vorbei. Das hieß: Doppelführung für Ducati. Marquez, zu diesem Zeitpunkt Vierter, hätte bei diesem Stand dennoch vorzeitig den Titel geholt. Allerdings war das Rennen noch lang und die Strecke trocknete immer mehr auf.
Das schien vor allem Marquez zu schaffen zu machen, der immer wieder Rutscher hatte. Seinen Rückstand auf Zarco konnte der Spanier daher auch nicht merklich schmälern. Fünf Runden vor Schluss lag dieser bei 3,3 Sekunden. Zarco fehlten wiederum sechs Sekunden auf die Spitze, die noch immer Lorenzo vor Dovizioso hielt. Dieser nutzte einen Fehler seines Teamkollegen jedoch, um in der viertletzten Runden vorbeizugehen.

Rossi belegt Rang sieben

An dieser Reihenfolge sollte sich bis zur Zielflagge nichts mehr ändern. Dovizioso zieht was die Saisonsiege angeht damit mit Marquez gleich und hält die Weltmeisterschaft offen. Sein Rückstand schrumpft vor dem Saisonfinale in Valencia auf 21 Punkte. Hinter Lorenzo, Zarco und Marquez kommt Polesetter Pedrosa als Fünfter ins Ziel. Danilo Petrucci (Pramac-Ducati) wird Sechster. Yamaha-Star Valentino Rossi kämpft sich auf Rang sieben.
Teamkollege Maverick Vinales muss sich Jack Miller (Marc-VDS-Honda) geschlagen geben und läuft auf Rang neun ein. KTM-Pilot Pol Espargaro verzeichnet mit Platz zehn erneut ein Top-10-Ergebnis. Nichts in Ziel kam Suzuki-Pilot Alex Rins, der gleich zweimal stürzte. Avintia-Ducati verzeichnete einen Doppelausfall: Sowohl Loris Baz als auch Karel Abraham stürzten. Sam Lowes (Aprilia) musste das Rennen nach einem Crash ebenfalls vorzeitig aufgeben.
Jonas Folger hatte den Großen Preis von Malaysia aufgrund einer Erkrankung verpasst. Sein Ersatz, der Niederländer Michael van der Mark, belegte den 16. Rang.

Zarco: "Ich bin einfach nur glücklich"

Dovizioso: "Wir mussten sehr kämpfen"

Lorenzo: "Bin nicht mehr ans Limit gegangen"

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