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Moto3: Bezzecchi auf Pole, Martin mit Paukenschlag beim Comeback

Bezzecchi auf Pole, Martin mit Paukenschlag beim Comeback

11/08/2018 um 13:46Aktualisiert 11/08/2018 um 13:47

WM-Spitzenreiter Marco Bezzecchi aus Italien wird beim Großen Preis von Österreich in der Moto3 von der Pole Position ins Rennen gehen. Der KTM-Pilot fuhr bei abtrocknender Strecke in 1:38,617 Minuten die schnellste Runde. Zweiter wurde der nach seinem Handbruch ins Renngeschehen zurückgekehrte Jorge Martin (Spanien/Honda) vor seinem Landsmann Albert Areñas (KTM).

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Philipp Öttl (KTM) wurde Achter und wird den GP von Österreich damit aus der dritten Startreihe in Angriff nehmen.

Bezzecchis Teamchef Florian Prüstel ist beim Interview mit 'Eurosport' überglücklich: "Das war das beste Qualifying der Saison. Die ganze Zeit war Action, man musste an der Box arbeiten und Reifen wechseln. Gestern war so ein kleiner Schock-Tag für uns und heute die Pole. Die erste Pole dieses Jahr für ihn, das war perfekt!"

Pünktlich zum ersten Qualifying auf dem Red-Bull-Ring verzog sich die Wolkendecke über dem Aichfeld, die Sonne kam zum Vorschein. Die Strecke trocknete nach dem Regen bis Mittag zumindest auf der Ideallinie nach und nach auf. Dennoch fuhren die Piloten auf Regenreifen in den ersten Minuten langsamere Zeiten als noch im dritten Training.

Dabei auffällig: Vincente Perez. Der Avintia-KTM-Pilot ließ sich an der Spitze blicken. Weniger erfreulich begann die Zeitenjagd für den FP2-Schnellsten John McPhee. Der Schotte stürzte in Kurve 3.

0,078 Sekunden fehlen Martin auf die Pole

Wenig später war auch Gabriel Rodrigo, der Polesetter des Vorjahres, in Kurve 7 neben der Strecke. Um einen Sturz bei den Mischbedingungen zu verhindern, hat der angeschlagene Martin (Gresini-Honda) das dritte Training ausgelassen. Im Qualifying zeigte er sich zu Beginn für wenige Runden, danach muss sein linker Arm wieder gekühlt werden. Der Spanier kann aufgrund seiner Verletzung nur wenige Runden am Stück fahren, er konnte sich vorerst nicht in die Top 20 schieben. Doch eine Viertelstunde vor Ende griff der WM-Zweite an und schob sich vorerst in die Top 10, bevor er die große Attacke ritt.

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17 Minuten vor Sessionende drangen die Zeiten schließlich in die 43er-Bereich vor. Zu diesem Zeitpunkt war die Ideallinie bereits großteils abgetrocknet. Dennoch bescherten diese Mischbedingungen einigen Piloten Schwierigkeiten: In Kurve 3 hat auch Moto3-Leader Bezzecchi Probleme. Der Italiener ging über die Front bergauf zu Boden. Er konnte wieder aufsitzen und an die Box zurückfahren, bevor er den finalen Angriff wagte. Wenig später lag McPhee erneut in der Auslaufzone. Diesmal hat es ihn ebenso in Kurve 3 erwischt. Und auch Perez wird Kurve 3 zum Verhängnis.

Öttl mit guter Taktik

Für das finale Shootout am Ende des Qualifyings zogen die Piloten schließlich einen frischen Slick auf, da die Strecke dank der Sonne immer weiter auftrocknete. Philipp Öttl konnte diese Mischbedingungen vorerst ausnutzen, er fuhr fünf Minuten vor Ende an die Spitze. Allerdings sollte sich das Klassement noch einmal durchwürfeln, denn auch der verletzte Martin wollte noch ein Wörtchen mitreden. Öttl, Canet und der WM-Zweite duellierten sich um die Pole. Doch dann kam Bezzecchi. Mit einer 1:38.617 Minuten setzt sich der WM-Leader vor seine Konkurrenz.

Martin fehlen auf eine heroische Pole-Position nur 0,078 Sekunden, die er im vierten Sektor verspielt. Nur die beiden WM-Kontrahenten können eine 1:38er-Zeit fahren, Arenas (Angel-Nieto-KTM) auf Rang drei fehlen bereits über sechs Zehntelsekunden auf die Top 2.

Dahinter reihen sich Aron Canet (Estrella-Galicia-Honda), Tony Arbolino (Marinelli-Snipers-Honda), Rodrigo (RBA-BOA-Skull-KTM), Marcos Ramirez (Bester-Capital-Dubai-KTM), Öttl (Schedl-KTM), Enea Bastianini (Leopard-Honda) und Adam Norrodin (Petronas-Sprinta-Honda) ein. Der österreichische Nachwuchspilot Maximilian Kofler hatte ebenso Mühe in den schwierigen Bedingungen. Der Oberösterreicher konnte sich auf seiner KTM auf Rang 23 (+3,554 Sekunden) platzieren.

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