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Moto2: Stefano Manzi kann Romano Fenati jetzt doch verzeihen

Chaos-Pilot Fenati: Große Geste vom Gegner

14/09/2018 um 23:41

Die unglaubliche Szene zwischen Romano Fenati und Stefano Manzi in Misano nimmt eine neue Wendung: Manzi ist nun bereit, dem geschassten Romano Fenati zu vergeben. Dass die Sache so hochkochen würde, hätte Manzi wohl nicht geglaubt. Nachdem ihm Fenati bei über 200 km/h an den Bremshebel griff, wurde jener von seinem jetzigen und künftigen Arbeitgeber entlassen und musste seine Rennlizenz abgeben.

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Stefano Manzi zeigt sich mittlerweile bereit, ihm für die größte Unsportlichkeit in der Geschichte des Motorsports zu verzeihen.

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"Ja, ich bin bereit, ihm zu vergeben", sagt der Forward-Pilot jetzt:

"Lassen wir ein wenig Zeit verstreichen, die Gemüter abkühlen und eines Tages werden wir das wohl hinter uns bringen. Ich habe ihn nicht verklagt und habe auch keine Intention, das zu tun. Ich möchte einfach nur mit dieser Sache abschließen."

Ein Zivilgerichtsverfahren hätte Romano Fenati möglicherweise für Jahre hinter Gitter bringen können.

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Bevor es zu der weltberühmten Szene kam, hatte Manzi Fenati zweimal bei einem Überholversuch von der Strecke gefahren und bekam daher sechs Strafplätze für das nächste Rennen in Aragon aufgebrummt. Er verneint aber, dass er seinen Landsmann damit habe provozieren wollen:

"War es Provokation? Nein, dem kann ich mich absolut nicht anschließen. Das wäre auch falsch, weil diese Strecke sich für Provokationen nicht eignet."

Ob er während der Situation Angst gehabt habe? "Dafür war nicht einmal Zeit!", lacht er. Manzi war allerdings nach der Attacke Fenatis völlig von der Rolle und stürzte ohne Fremdeinwirkung nur zwei Kurven später. Fenati wurde mit der Schwarzen Flagge aus dem Rennen genommen.

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