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Jorge Lorenzo über Marc Márquez: "Manchmal schaltet sich sein Gehirn ab"

Lorenzo kritisiert Márquez: "Manchmal schaltet sich sein Gehirn ab"

11/10/2018 um 16:23Aktualisiert 11/10/2018 um 16:29

Jorge Lorenzo ärgert sich über harte Aktionen von einigen seiner Konkurrenten und wünscht sich von einigen MotoGP-Piloten mehr Respekt auf der Strecke. Besonders für Marc Márquez findet er dabei ziemlich klare Worte und äußert grundsätzliche Kritik am Verhalten des 25-Jährigen auf der Strecke. Lorenzo sagt über seinen Konkurrenten: "Manchmal schaltet sich sein Gehirn ab."

Jorge Lorenzo ist nach seinem Sturz in Aragon noch immer sauer auf Marc Márquez. Der Spanier macht seinen zukünftigen Teamkollegen für seinen Crash in der ersten Kurve verantwortlich und bezeichnete die Aktion des Weltmeisters zuletzt als "unverantwortlich und leichtsinnig".

Im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' legt Lorenzo noch einmal nach - und äußert grundsätzliche Kritik am Verhalten des 25-Jährigen auf der Strecke.

"Ich dachte, dass sich Marc mit 25 geändert hätte", holt der nächstjährige Honda-Pilot aus und erklärt:

"Es stimmt, dass er jetzt seltener stürzt, als im vergangenen Jahr [...]. Aber wir haben alle gesehen, was in Argentinien passiert ist - und jetzt in Aragon. Manchmal schaltet sich sein Gehirn ab."

Beim Rennen in Argentinien hatte sich Márquez mehrere Aussetzer - unter anderem einen Crash mit Valentino Rossi - geleistet.

Für Lorenzo steht das Verhalten in Termas de Rio Hondo auf einer Stufe mit Márquez' Attacke in Aragon. "In der letzten Runde wäre so etwas kaum noch vertretbar", erklärt der Ducati-Pilot. Dass Márquez das Manöver gleich in der ersten Kurve geritten habe, mache es noch schlimmer. "Er wollte um jeden Preis verhindern, dass ich vorne bin. Darum hat er es getan", ist sich Lorenzo sicher.

Jorge Lorenzo and Marc Marquez

Jorge Lorenzo and Marc MarquezGetty Images

Lorenzo ärgert sich über harte Aktionen

"Ich bin einer der loyalsten, vorsichtigsten und erfahrensten Piloten im Feld. Trotzdem gehöre ich zu denen, die sich am häufigsten verletzen", ärgert sich der 31-Jährige über die harten Aktionen einiger MotoGP-Konkurrenten und erklärt:

"Wenn die Zeit zum Attackieren gekommen ist, dann tue ich es. Aber ich respektiere meine Rivalen dabei, denn wir alle riskieren dabei unser Leben, und es kann immer etwas passieren."

Als Beispiel nennt er das Rennen in Österreich in diesem Jahr, als er Márquez in einem fairen Zweikampf bezwingen konnte. Von seinem zukünftigen Teamkollegen - und auch allen anderen Piloten - wünscht er sich in Zukunft mehr Vorsicht und erinnert:

"Es kann etwas Öl auf dem Asphalt sein, das Getriebe kann kaputtgehen oder die Bremsen können beschädigt sein - wie bei mir in Katar. Wenn man dann auch noch wie verrückt fährt ..."

Márquez ist nicht der erste Fahrer, der sich in so einer Angelegenheit Lorenzos Zorn zugezogen hat. Erst zu Beginn der laufenden Saison in Austin kritisierte der Spanier beispielsweise Jack Miller für ein hartes Zweikampfverhalten. Und 2016 in Misano sorgte ein Überholmanöver von Valentino Rossi für dicke Luft zwischen den damaligen Yamaha-Teamkollegen.

Video - So erlebten Márquez und Lorenzo ihr Duell: Die Highlights aus der Fahrer-Perspektive

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