"Es wird so schnell nicht mehr passieren, dass ein Deutscher im Grand Prix in der MotoGP am Start steht", sagte der 32-Jährige dem Sport-Informations-Dienst (SID) vor seinem Einsatz am Wochenende auf dem Sachsenring, "in Zukunft wird es da eine Megaflaute geben, wenn man es realistisch sieht."
Bradl, Moto2-Champion von 2011, ist am Sonntag (14.00 Uhr/ServusTV und DAZN) in der Königsklasse als Ersatzmann für den Spanier Marc Marquez dabei, der erneut wegen einer Oberarm-OP fehlt. Zweiter deutscher Pilot beim Heimrennen ist Marcel Schrötter (Moto2). Der Vilgertshofener tritt in dieser Saison erneut als einziger WM-Fixstarter mit deutschem Pass an.
Um etwas zu ändern, hat Bradl ein Nachwuchsprojekt ins Leben gerufen. "Ich versuche, etwas möglich zu machen und dem Motorsport etwas zurückzugeben", erklärte der Honda-Fahrer. Man solle "nicht aufgeben mit dem deutschen Nachwuchs. Es gibt nicht viele Leute, die wissen, wie der Weg nach oben funktionieren kann. Aber ich bin definitiv einer davon".
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Grundsätzlich ist es laut Bradl eben "nicht so, dass wir in Deutschland jede Menge Ressourcen in der Pipeline haben. Wir müssen das zusammenzukratzen, was irgendwie möglich ist. Das versuche ich mithilfe meiner Sponsoren".
Allerdings sei es bis zum WM-Aufstieg "noch ein ganz, ganz weiter Weg. Die Jungs und Mädels, die wir gescoutet haben, sind noch ganz am Anfang und sehr jung", sagte Bradl: "Es sind ein paar Kandidaten dabei, die ganz ordentlich sind, aber der Weg nach oben ist extrem steinig."
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