Sollte Rossi doch noch nicht fit genug sein, dann würde Michael van der Mark auf Abruf bereitstehen.

Rossis WM-Chancen "sehr gering"

Marquez und Andrea Dovizioso führen die WM punktgleich an. Maverick Vinales liegt 16 Zähler dahinter. Rossi hat nach dem verpassten Misano-Rennen 42 Punkte Rückstand.
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"Rossi weiß, dass seine WM-Chancen sehr gering sind. Aber sie sind auch nicht bei null", meint Jorge Lorenzo, der auch vom Comeback überrascht ist: "Ich habe es vor ein paar Tagen nicht erwartet, denn er ist in der WM relativ weit hinten. Er ist noch nicht aus dem Titelrennen, aber nach seiner Verletzung wird es nicht einfach, die Punkte aufzuholen. Das ist klar. Er will natürlich nicht seine letzte Chance verlieren."

Die Verletzungen des Doktors: Das hat sich Rossi schon alles gebrochen

Sollte Rossi in Aragon im Spitzenfeld mitkämpfen können, dann könnte er nicht nur seine eigene WM-Chance wahren, sondern auch anderen Punkte wegnehmen. "So wie Dani, Zarco und Danilo können viele schnelle Fahrer mitten unter uns sein", schätzt Dovizioso.
"Es hängt aber nicht von mir ab, denn jeder Fahrer muss an sich denken und das Maximum herausholen. Aber wenn man in ein paar Rennen nicht so schnell ist, kannst du viele Punkte verlieren, weil einige schnelle Fahrer vor dir sein können."

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Vinales begrüßt die Rückkehr seines Teamkollegen, denn Rossi gilt als Referenz und als wesentliche Hilfe beim Set-up. Das kommt auch Vinales im Titelkampf entgegen. "Valentino ist das ganze Jahr schnell und immer vorne dabei. Das ist auch gut für mich, denn wir haben zwei Bikes auf der Strecke und Valentino kann vorne mitkämpfen", sagt Vinales. "Mehr als 40 Punkte sind viel, aber in fünf Rennen kann noch alles passieren."
Für Yamaha geht es auch um die Team- und Marken-Weltmeisterschaft. In beiden Wertungen liegt Yamaha knapp hinter Honda. "Ich finde, es ist eine gute Entscheidung von ihm", betont Vinales. Ich hoffe, er ist bei 100 Prozent und kann um den Sieg kämpfen."
Rossi gelang in Aragon allerdings noch nie ein Sieg. Es ist eine von nur drei Strecken im Kalender, auf der er noch nie gewinnen konnte. Drei dritte Plätze - zwei davon in den vergangenen beiden Jahren - waren seine bisher beste Ausbeute.

Lorenzo: "Rossi darf sich keinen Sturz erlauben"

Wie schwierig es ist, so kurz nach einer Verletzung zurückzukommen, weiß Jorge Lorenzo aus eigener Erfahrung. 2013 brach er sich in Assen im Training ein Schlüsselbein, ließ sich in Barcelona operieren und schaffte im Rennen Platz fünf.
"Normalerweise hätte ich in Assen auch nicht fahren sollen", meint er jetzt im Rückblick. "Ich habe damals auch gesagt, dass ich das nicht wieder tun würde. Aber vielleicht würde ich es machen. Man weiß es nie. Wir waren damals erst beim fünften oder sechsten Rennen und ich war nur 14 Punkte hinter Pedrosa. Die Saison war damals noch sehr lang. Meine Chancen waren theoretisch größer als Rossis Chancen jetzt.""Es war sehr riskant", hält Lorenzo im Rückblick fest, als er über Rossis Situation spricht und an seine eigene Verletzung von damals zurückdenkt.
"Zwei Wochen später habe ich mir das Schlüsselbein erneut gebrochen. Ich bin zwar nicht in Assen gestürzt, aber dann auf dem Sachsenring."
War es die richtige Entscheidung? - "Ja, wenn alles gut ausgeht. Ich habe die WM nicht wegen Assen verloren, sondern wegen dem Sachsenring."
Einen Sturz darf sich Rossi in den kommenden Tagen keinesfalls erlauben.
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