"Wir freuen uns riesig, endlich die ersten Wettbewerbe dieser Serie ausrichten zu können. Das ist ein wichtiges Zeichen", sagt Renndirektor Lasse Ottesen vom Ski-Weltverband FIS vor den Wettkämpfen am Samstag und Sonntag. Der Anfang wird allerdings noch übersichtlich: Nur 14 Athletinnen aus sieben Nationen haben sich angesagt. Aus Deutschland gehen die erst 15 Jahre alte Jenny Nowak (Sohland) und Sophia Maurus (16) aus Buchenberg an den Start.
Sowohl Nowak als auch Maurus gelten als künftige Medaillenanwärterinnen. Solche Erfolge könnten schneller kommen als gedacht: Der aktuelle Plan der FIS sieht eine Weltcup-Saison ab 2020, eine WM-Premiere 2021 in Oberstdorf und schließlich das Olympia-Debüt 2022 in Peking vor. Dieser ehrgeizige Zeitplan ist auch die Folge des Drucks durch das Internationale Olympische Komitee (IOC). "Sportarten, die nicht für Frauen geöffnet sind, können nicht olympisch sein", sagte IOC-Vizepräsidentin Nawal El Moutawakel unlängst.
Langfristig ist der Vormarsch der Kombiniererinnen ohnehin nicht zu stoppen. Warum auch? Das Frauen-Skispringen hat sich international längst etabliert, der Langlauf sowieso. Auch eine Grundlage ist bereits geschaffen: Im vergangenen Sommer nahmen 40 Sportlerinnen aus 14 Ländern an FIS-Wettbewerben teil, viele aus Deutschland. "Bei uns gibt es 200 Skispringerinnen, die jünger als 15 sind. Fast alle laufen auch noch Ski", sagt Horst Hüttel, Sportlicher Leiter der Skispringer und Kombinierer im Deutschen Skiverband (DSV).
PyeongChang
Geiger sichert sich Olympianorm
15/01/2018 AM 08:51

"Großer Test" in Nischni Tagil

Die Wettkämpfe in Rena werden ein erster Indikator für die Zukunftsfähigkeit der Sportart, im März geht es im russischen Nischni Tagil weiter. "Die wichtigsten Fragen sind die Anzahl der teilnehmenden Nationen, der teilnehmenden Sportler und natürlich das sportliche Niveau. Das wird ein großer Test für unsere Athleten, Trainer und Verbände", sagt Ottesen.
Immerhin: Einen königlichen Fan haben die Pionierinnen bereits auf ihrer Seite. Norwegens Kronprinz Haakon höchstpersönlich gratulierte im März in Trondheim den Gewinnerinnen des FIS-Youth-Cups in seiner Loge. "Der Kronprinz wollte sehen, wie sich der Sport entwickelt. Das hat uns sehr gefreut", sagt Ottesen und fügt nicht ohne Stolz an:
Den Weltcup wenige Stunden später hat er sich nicht mehr angeschaut.

Packend bis zum Schluss - Deutscher Doppelsieg im Teamsprint

Val di Fiemme
Rießle kämpft sich dank Energieleistung aufs Podest
14/01/2018 AM 14:01
Val di Fiemme
Kaum noch Siegchancen für Rydzek - Frenzel stürzt ab
14/01/2018 AM 11:18