Der derzeit überragende Riiber gewann einen höchst turbulenten Wettkampf mit 2,3 Sekunden Vorsprung auf den Österreicher Franz-Josef Rehrl. Rießle (+19,1), nach dem Springen Zehnter, setzte sich im packenden Finale knapp vor Rydzek (+19,3) durch. Rießle sagte:
Der Lauf war megaspannend. Ich musste erst mal eine Lücke schließen, und dann habe ich mich gefreut, dass ich den Zielsprint gewonnen habe.

Rydzek und Rießle mit Auslfug in die Langlauf-Welt

Ramsau
Kombinierer-Springen abgebrochen - Rydzek profitiert
22/12/2018 AM 12:51
Die beiden Olympiasieger waren am wettkampffreien Vorwochenende in Davos beim Freistilsprint der Speziallangläufer angetreten, waren aber als 78. (Rießle) und 90. (Rydzek) deutlich in der Qualifikation gescheitert. Das war etwas Besonderes. Neue Erfahrungen gesammelt - Respekt an die Langlaufwelt, meinte Rießle nach der rund zweieinhalb Minuten langen Exkursion.

Starkes Deutsches Mannschaftsergebnis

In Ramsau, dem WM-Ort von 1999, zeigten die DSV-Kombinierern aber, dass sie unter den Skizweikämpfern zu den besten Läufern gehören. Vinzenz Geiger auf Platz fünf und Terence Weber als Zehnter sorgten für ein starkes deutsches Mannschaftsergebnis. Eric Frenzel lief von Platz 29 noch auf Rang 14 vor.
Rydzek war am Mittag im Springen wegen eines nicht regelkonformen - sprich: zu weitem - Sprunganzugs zunächst disqualifiziert worden. "Er lag deutlich über dem Toleranzwert", sagte Guntram Kraus, Material-Kontrolleur des Weltverbandes FIS, im ZDF.

Sprungdurchgang wurde abgebrochen

Rydzek war am Mittag im Springen wegen eines nicht regelkonformen Sprunganzugs zunächst disqualifiziert worden. Der Sprungdurchgang wurde nach 48 von 50 Springern wegen starker Winde und heftigen Regens aber abgebrochen, wovon Rydzek profitierte. Bis auf Olympiasieger Frenzel und den norwegischen Weltcup-Führenden Riiber hatten sämtliche Athleten ihre Sprünge absolviert - letztlich vergebens, da die Jury nach rund 20 Minuten Pause ein Einsehen mit den beiden wartenden Springern hatte.
Gemäß dem Reglement wurde das Springen nicht gewertet und stattdessen der provisorische Wertungsdurchgang vom Freitag als Ausgangsposition für den 10-km-Skilanglauf um 14.45 Uhr herangezogen. Rydzeks Ausschluss war damit hinfällig, er ging als bester Deutscher von Platz sieben mit 1:03 Minuten Rückstand auf den führenden Rehrl in die Loipe.
Rießle, der das Springen am Samstag verhauen hatte, profitierte ebenfalls und hatte auf einmal wieder eine Siegchancen. Er sagte:
Ich bin froh, dass der provisorische Durchgang genommen wurde, das Springen war doch etwas unfair.
Frenzel startete als schlechtester deutscher Springer des provisorischen Durchgangs mit großem Rückstand.

Weiterer Einzelwettbewerb am Sonntag

Am Sonntag (10.45/12.45 Uhr live im Eurosport Player) steht im WM-Ort von 1999 ein weiterer Einzelwettbewerb auf dem Programm. Das Springen muss dabei auf jeden Fall stattfinden, um einen Wettkampf auszutragen, da der provisorische Durchgang nur einmal als Sprungergebnis herangezogen werden kann.

Rydzeks Aufholjagd endet auf dem Treppchen

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