Bundestrainer Hermann Weinbuch kochte angesichts des seiner Meinung nach "unfairen" Verhaltens des Norwegers Graabak vor Wut und war auch verärgert darüber, dass der Protest des Deutschen Skiverbandes (DSV) zurückgewiesen wurde. "Man weiß ja, dass der Graabak mit allen Wassern gewaschen ist. Aber Fabi war schneller und in seiner Spur. Ich finde es traurig, dass die Jury nicht im Sinne der Fairness entschieden hat", sagte Weinbuch dem SID.

Dauerrivale Norwegen

Stattdessen musste sich das Quartett mit Rießle, dem frischgebackenen Gesamtweltcup-Sieger Eric Frenzel, Weltmeister Johannes Rydzek und Manuel Faißt in der einzigen Staffel der Saison Dauerrivale Norwegen mit 7,9 Sekunden Rückstand geschlagen geben. Dritter wurde Österreich (+22,2 Sekunden).
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In einer Übergangssaison ohne WM oder Olympia glückte den Skandinaviern damit auch die verspätete Revanche für die Weltmeisterschaften 2015 in Falun/Schweden. Damals siegten Frenzel, Rydzek, Rießle und Tino Edelmann vor Norwegen, es war das erste große Mannschafts-Gold für die DSV-Kombinierer seit Olympia 1988.
Nach dem Springen auf der Langenwaldschanze hatte die deutsche Mannschaft noch in Führung gelegen, vor allem Frenzel glänzte dabei mit der Schanzenrekord-Weite von 107,0 m. Kurz zuvor hatte bereits der Japaner Akito Watabe die Bestmarke des Franzosen Jason Lamy-Chappuis aus dem Jahr 2011 um drei Meter auf 106,5 m gesteigert.

"Müssen das abstreifen"

In den Langlauf war das DSV-Quartett mit einem Vorsprung von 24 Sekunden auf Norwegen gegangen, der jedoch bereits nach der ersten der vier 5-km-Runden aufgebraucht war. Anschließend lieferten sich die beiden Kombinations-Topnationen an der Spitze ein vor allem von taktischen Spielchen geprägtes Duell, das erst auf der Zielgeraden seinen dramatischen Höhepunkt erreichte.
Am Samstag und Sonntag stehen in Schonach noch zwei Einzelwettbewerbe an. Seit dem Sieg von Hubert Schwarz im Jahr 1987 hat es beim Schwarzwaldpokal keinen deutschen Heimerfolg mehr gegeben. Der Ärger vom Teamwettbewerb sollte bei den DSV-Startern bis dahin möglichst verraucht sein. "Mit Wut im Bauch kann man keine Wettkämpfe absolvieren. Wir müssen das abstreifen", sagte Bundestrainer Weinbuch.
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