"Ich hätte nicht gedacht, dass es noch zum Podest reicht", sagte Rießle, der bei seinem vierten Podestplatz im olympischen Winter 32,4 Sekunden Rückstand auf Sieger Watabe hatte: "Umso schöner, dass es geklappt hat. Ich hoffe, dass der Rest des Teams ab morgen noch einen drauf legt, dann wird es ein schönes Wochenende."
Rießle, nach einem aus deutscher Sicht erneut durchwachsenen Springen noch Sechster, fing im Skilanglauf-Sprint über nur fünf Kilometer noch den Norweger Schmid ab, der mit Platz vier allerdings die Führung im Gesamtweltcup festigte. Watabe setzte sich im Tiroler WM-Ort von 2019 im Spurt gegen Sprungsieger Riiber durch und feierte seinen elften Weltcupsieg.
Damit riss die fulminante deutsche Siegesserie in Seefeld nach 14 Einzelrennen. Im Dezember 2011 hatte der Franzose Jason Lamy Chappuis gewonnen, danach setzten sich zwölfmal Frenzel und zweimal Rydzek durch.
Chaux-Neuve
Rießle bester Deutscher: Nächster Rückschlag für die Kombinierer
20/01/2018 AM 13:02

Frenzel: "Sehe das als Erfolg"

"Ich sehe das als Erfolg heute. Speziell auf der Schanze war ich sehr zufrieden", sagte Frenzel, der in seinem "Wohnzimmer" Seefeld insgesamt 13-mal gewonnen hat:
Für mich war es wichtig, dass ich wieder näher rankomme. Mal schauen, was an den anderen Tagen noch passiert. Ich weiß, dass so ein Triple lang werden kann.
Bundestrainer Hermann Weinbuch war zumindest mit dem Auftritt in der Loipe zufrieden. "Wir haben angegriffen, das hat mir gefallen. Das war auch ein Fingerzeig in Richtung der Norweger", sagte Weinbuch.

Geiger zweitbester Deutscher

Zweitbester Deutscher war bei der olympischen Generalprobe - die Rennen im japanischen Hakuba am kommenden Wochenende lassen die deutschen Top-Kombinierer aus - am Freitag überraschend Junioren-Weltmeister Vinzenz Geiger als starker Siebter. "Heute ist es wieder gut gegangen. Ich weiß, dass die Form kommt", sagte Geiger. Zwischen Frenzel und Rydzek schob sich Manuel Faißt noch auf Platz 15.
Wie schon bei den Weltcup-Rennen zuvor handelten sich die deutschen Asse beim Springen den entscheidenden Rückstand ein. Dies hatte Frenzel bereits befürchtet: "Momentan ist es zu unkonstant auf der Schanze", sagte der Sachse, der deshalb gar nicht erst mit dem fünften Triple-Sieg in Serie flirtete: "Ich muss hier niemandem mehr etwas beweisen."
Am Samstag steht der zweite Teil des Triples mit einem Sprungdurchgang (10:45 Uhr) und 10 km Skilanglauf (15:45) an, das Finale findet am Sonntag mit zwei Sprüngen (12:30) und 15 km in der Loipe (15:30) statt (live bei Eurosport 1 und im Eurosport Player). Die Rückstände werden dabei von Durchgang zu Durchgang mitgenommen.

Packend bis zum Schluss - Deutscher Doppelsieg im Teamsprint

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