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Rydzek verpasst Podium

Rydzek nur knapp am Podium vorbei
Von dpa

05/02/2012 um 14:18Aktualisiert 05/02/2012 um 15:04

Johannes Rydzek hat beim Weltcup der Nordischen Kombinierer im italienischen Val di Fiemme sein bestes Saisonergebnis geschafft. Der Oberstdorfer kam nach einem Sprung und dem 10-km-Lauf auf Platz vier. Er hatte 7,9 Sekunden Rückstand auf den Japaner Akito Watabe, der einen souveränen Sieg einfuhr.

Watabe verwies den Norweger Mikko Kokslien mit 3,0 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei. Dritter wurde der Amerikaner Bill Demong mit 3,9 Sekunden Rückstand. Hinter Rydzek kamen Weltmeister Eric Frenzel aus Oberwiesenthal und Tino Edelmann aus Zella-Mehlis auf die Plätze fünf und sechs.

"Ich denke, wir gehen alle mit einem positiven Gefühl in die WM-Vorbereitung für das nächste Jahr. Jeder Einzelne hatte hier sein persönliches Erfolgserlebnis, mannschaftlich waren wir hervorragend", lobte Weinbuch und freute sich sogar, dass es nicht zum Sieg gereicht hat: "Es ist so eine alte Regel: Wer die Vor-WM-gewinnt, holt nichts bei den Titelkämpfen." Die durchaus erkennbaren Defizite bei der WM-Generalprobe können bis zum nächsten Jahr behoben werden.

"Die Jungs sind richtig gut drauf"

Drei verschiedene Sieger bei drei verschiedenen Wettkampfformen zeigten, dass es gerade auf den anspruchsvollen Anlagen in Predazzo und Lago di Tesero keine Selbstläufer geben wird. Im Penalty Race war der Johanngeorgenstädter Björn Kircheisen Zweiter hinter Weltcup-Spitzenreiter Jason Lamy Chappuis aus Frankreich. Den Team-Wettbewerb beendete das Duo Eric Frenzel/Fabian Rießle (Oberwiesenthal/Breitnau) nach einem taktischen Fehler hinter Sieger Norwegen und zwei französischen Teams auf Rang vier.

Weinbuch bezeichnete vor allem die Langlauf-Strecke als sehr selektiv. Doch die größten Probleme gibt es auf der Schanze. "Hier herrscht fast immer Rückenwind, es sei denn, man springt Abends oder es ist bewölkt. Das erfordert eine größere Dynamik beim Absprung, um auf Höhe zu kommen. Da gibt es noch einige Defizite", sagte Weinbuch und verwies besonders auf Kircheisen: "Mit ihm müssen wir besonders arbeiten, wenn er endlich einmal eine Goldmedaille gewinnen will."

Dem Zufall will Weinbuch nichts überlassen. "Wir müssen von dem Fakt ausgehen, dass bei der WM wie fast immer hier schönes Wetter ist. Also werden wir uns in der Vorbereitung auf die neue Saison verstärkt Schanzen suchen, wo Rückenwindbedingungen vorherrschen, und dort trainieren. In Sachen Kondition und Lauftechnik muss nicht viel verbessert werden. Die Jungs sind körperlich richtig gut drauf, haben auch hier die drei Wettkämpfe bestens weggesteckt. Es gibt keine körperlichen Einbrüche", betonte Weinbuch.

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