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Nordische Kombination: Johannes Rydzek sprintet in Val di Fiemme auf Platz zwei

"Bin megahappy!" Rydzek sprintet auf Platz zwei
Von Eurosport

12/01/2018 um 14:18Aktualisiert 12/01/2018 um 14:58

Johannes Rydzek ist mit einem starken zweiten Platz ins Olympiajahr gestartet. Der Kombinations-Weltmeister musste sich vier Wochen vor Beginn der Winterspiele in Pyeongchang beim Weltcup im italienischen Val di Fiemme nur dem Norweger Jörgen Graabak geschlagen geben und zeigte sich trotz der Nachwirkungen des im deutschen Team grassierenden Magen-Darm-Virus in starker Form.

"Ich bin megahappy", sagte Rydzek:

    "Ich wusste nicht, wo ich nach der Krankheit und der langen Pause stehe. Ich war sehr überrascht, dass ich am Schluss noch mitgehen konnte."

    Der 26 Jahre alte Oberstdorfer verwies im Sprint um Rang zwei 18,3 Sekunden hinter dem souveränen Sieger Graabak den Österreicher Lukas Klapfer und Jan Schmid (Norwegen) auf die Plätze. Schmid verteidigte damit die Führung im Gesamtweltcup erfolgreich.

    Zweitbester Deutscher war Fabian Rießle auf Platz sieben (+28,3), Olympiasieger Eric Frenzel, der im Vorjahr beide Einzelrennen im Fleimstal gewonnen hatte, kam als Neunter ins Ziel. Vinzenz Geiger (19.), Manuel Faißt (21.) und Teamweltmeister Björn Kircheisen (24.) holten noch Weltcup-Punkte.

    Rydzek überzeugt im Zielsprint

    Rydzek war von Position sechs nach dem Springen ins Rennen gegangen, hatte 42 Rückstand auf Topspringer Jarl Magnus Riiber, der an der Spitze eines norwegischen Trios stand und letztlich Zehnter wurde.

    Bei der Verfolgung musste Rydzek viel Führungsarbeit erledigen. "Es will keiner Verantwortung übernehmen", haderte Weinbuch und befürchtete einen Einbruch seines Rekordweltmeisters - Rydzek hatte im Sprint aber dennoch die größeren Kraftreserven.

    Weinbuch hatte sich vor dem Dreierpack im Trentino skeptisch gezeigt, was die Leistungsfähigkeit seiner gesundheitlich angeschlagenen Schützlinge anging. "Wir sind aktuell durch den Virus doch noch ein bisschen geschwächt und müssen schauen, wie unsere Athleten der Belastung von drei Rennen in drei Tagen standhalten", sagte der Erfolgscoach vor den Wochen der Wahrheit: Vor Olympia stehen noch weitere harte Europa-Weltcups in Chaux-Neuve und Seefeld sowie die Pyeongchang-Generalprobe im japanischen Hakuba an.

    Zudem fehlte den Kombinierern nach der unfreiwillig langen Weihnachtspause die Wettkampfpraxis. Zuletzt waren sie am 18. Dezember in Ramsau im Einsatz, der Start ins Olympiajahr im estnischen Otepää am vergangenen Wochenende war wegen Schneemangels ausgefallen. Stattdessen veranstalteten die DSV-Asse gemeinsam mit ihrer Konkurrenz aus Österreich Testrennen in Seefeld. In Val di Fiemme findet am Samstag (10.00 und 15.45 Uhr auf Eurosport) ein Teamsprint statt, am Sonntag wird ein weiterer Einzelwettkampf ausgetragen.

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