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Spinat als neues Dopingmittel? Studie sorgt für Wirbel

Spinat als neues Dopingmittel? Studie sorgt für Wirbel
Von Eurosport

25/06/2019 um 12:44Aktualisiert 30/07/2019 um 17:37

Popeye-Effekt im Spitzensport: Spinat verleiht Superkräfte - und ein darin enthaltener Stoff gehört auf die Dopingliste. Diese Meinung vertritt Maria Parr vom Institut für Pharmazie der Freien Universität Berlin. Sie leitete eine Studie, die feststellte: Die Substanz Ecdysteron führt zu einem deutlich höheren Kraftzuwachs und einer Leistungssteigerung - wie es schon die Comicfigur vorführte.

Unterstützt von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) wurden 46 Sportlern während eines zehnwöchigen Krafttrainings entweder ein Placebo oder die Substanz Ecdysteron verabreicht. Das Ergebnis: Ein dreimal so hoher Kraftzuwachs im Vergleich zur Placebo-Gruppe. Ähnliche Ergebnisse hatten bereits frühere Studien in anderen Länder ergeben.

"Unsere Hypothese war, dass wir eine Leistungssteigerung sehen, aber dass die so groß sein würde, das hatten wir nicht erwartet", sagte Parr im Interview mit der ARD-Radio-Recherche Sport und ARTE Re/DokThema.

Die Professorin hat der WADA deshalb empfohlen, Ecdysteron auf die Dopingliste zu setzen. Ob das so kommt, entscheidet ein dafür zuständiges Expertengremium der WADA. Es werden zunächst aber weitere Untersuchungen abgewartet, um auch herauszufinden, wie verbreitet Ecdysteron im Spitzensport ist.

(SID)

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