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"Machen uns große Sorgen": Hörmann sieht schwere Zeiten für deutschen Sport

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Alfons Hörmann

Fotocredit: Getty Images

VonEurosport
08/04/2020 Am 16:02 | Update 08/04/2020 Am 18:55

Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) malt angesichts der anhaltenden Coronakrise ein düsteres Szenario für den deutschen Sport. "Das mag jetzt hart klingen, aber es gibt keine Sportart, um die wir uns nicht ernsthaft Sorgen machen", sagte er dem Magazin "SPONSORs". Man könne zum jetzigen Zeitpunkt kaum sagen, welche Sportarten besonders stark betroffen seien.

"Corona hinterlässt überall tiefe und nachhaltige Spuren", meinte der 59-Jährige.

Auf den deutschen Sport und seine 90.000 Vereine kämen laut Hörmann schwere Zeiten zu:

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Wir machen uns große Sorgen, dass die Vielfalt des deutschen Sports, was ja unser Markenzeichen ist, unter der Krise leiden wird. Gerade die kleineren Verbände, ohne jetzt Namen und Sportarten nennen zu wollen, kann es hier besonders treffen.

Auch deshalb stellt der DOSB einen Solidaritätsfonds von einer Million Euro zur Verfügung. Voraussetzung für die Bereitstellung sei laut Hörmann das "solide" Wirtschaften der letzten Jahre und vor allem das Bilden von Rücklagen gewesen.

Verständnis für IOC

Hörmann führte aus, er habe zuletzt "intensive Diskussion mit dem BMI" geführt, in denen es darum ging, "ob es uns und den Fachverbänden überhaupt erlaubt sein soll, Rücklagen zu bilden". Aus heutiger Sicht könne er "sagen, dass sich der jahrelange Kampf mit der Politik um dieses Thema gelohnt hat und da bin ich stolz auf unsere sture Haltung."

Hörmann erklärte zudem, dass er Verständnis dafür habe, dass das IOC unter der Leitung von Thomas Bach bei der Verschiebung der Olympischen Spiele so zögerlich gehandelt habe. Er könne verstehen, "warum man mit der Entscheidung sehr lange gewartet hat", sagte Hörmann und sprach von einer schwierigen Entscheidung.

Gleichzeitig übte der DOSB-Chef aber auch Kritik. "Wenn Sie mich aber als Mensch und Bürger fragen, der auch selbst in Quarantäne war und das hautnah in seiner Familie miterlebt hat, hätte man sich auch eventuell ein, zwei oder drei Wochen früher dieses klare Signal vorstellen können", sagte Hörmann.

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