Was steht an?

Nach der Verschiebung der Olympischen Spiele ins Jahr 2021 nimmt die Task Force aus Mitgliedern der Koordinierungskommission des IOC und des Organisationskomitees von Tokio 2020 ihre Arbeit auf. Das neue Spezialkommando mit dem Namen "Here we go" (zu deutsch: Auf geht's) besteht aus rund 30 Mitgliedern und tauscht sich zunächst mit den Präsidenten der internationalen Sportverbände aus.

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Was sind die vorrangigen Themen?

Am wichtigsten ist die Terminsuche. Alle Beteiligten benötigen jetzt ganz schnell den Zeitpunkt der Spiele im nächsten Jahr, um alles darauf abzustimmen. Viele Verbände hoffen auf eine Verschiebung um genau ein Jahr auf die Zeit vom 24. Juli bis 9. August 2021, allerdings ist auch ein Termin im Frühjahr möglich.

Warum ist die Aussprache mit den Sportverbänden so wichtig?

Jeder der 33 Sportverbände hat für das Jahr 2021 bereits wichtige Veranstatungen wie Weltmeisterschaften terminiert. Die Fußball-EM wurde ebenfalls auf 2021 verschoben (11. Juni bis 11. Juli). Zudem stehen etwa bei den Leichtathleten (6. bis 15. August in Eugene/Oregon) und Schwimmern (26. Juli bis 1. August im japanischen Fukuoka) Weltmeisterschaften auf dem Programm. Im Falle der Leichtathletik-WM zeichnet sich eine Verschiebung bereits ab.

Wer spricht bei der Wahl des Zeitpunktes noch mit?

Vor allem die TV-Sender. Hier hat der US-Sender NBC ein besonders gewichtiges Wort. Der langjährige Partner des IOC hat den Olympia-Veranstaltern für die Übertragung der Spiele bis ins Jahr 2032 fast sechs Milliarden Euro zugesagt. NBC wird auf den Termin ab Ende Juli drängen, weil dann bis auf Baseball die großen US-Ligen Pause haben. Was sind aus Sicht der Gastgeber die großen Probleme? Japan sorgt sich immer mehr um die Finanzen. Es scheint so, als müsse der Gastgeber das Gros der Verlegung schultern. Experten gehen davon aus, dass die Neuansetzung zwischen 5,5 und 5,9 Milliaden Euro kostet. Japan hat jetzt schon über 20 Milliarden Euro in das Olympia-Projekt gepumpt.

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Ist Japan für den Fall der Verlegung versichert?

Nein, vieles deutet darauf hin, dass dies nicht der Fall ist. Es liege die Vermutung nahe, dass die Verschiebung der Spiele freiwillig geschah, sagte der renommierte Spezialanwalt Mark Wilhelm aus Düsseldorf. Und sollte dies zutreffen, sei kein Versicherungsschutz gegeben.

Was muss noch schnell geklärt werden? Auch über die Nutzung der 43 Sportstätten muss neu verhandelt werden. Die meisten der Stadien sind für den Folgetermin bereits anderweitig vorgesehen, hier muss es neue Lösung geben. Auch die Apartements des Olympischen Dorfes sind für 2021 bereits größtenteils vermietet, so dass es fraglich ist, ob es überhaupt ein Olympisches Dorf geben wird. "Wir müssen alle Opfer bringen", hatte IOC-Präsident Thomas Bach am Tag der Verschiebung von Tokio 2020 gesagt.

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(SID)

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