"Es gab unbefriedigende Fortschritte in Japans Impfkampagne, deshalb sind viele Menschen verärgert, weil sie das Gefühl haben, dass die Sportler bevorzugt werden", sagte OK-Chefin Seiko Hashimoto am Mittwoch. Man wolle, "dass die Bürger so schnell wie möglich geimpft werden."
Was die Athleten betreffe, ergänzte Hashimoto, "so haben sie eine separate Zuweisung. Wir müssen ein Umfeld schaffen, in dem sich die Athleten ohne Verlegenheit oder Zögern für eine Impfung entscheiden können." Zuletzt hatte die japanische Regierung noch dementiert, olympische Athleten vor der Bevölkerung impfen zu wollen.
Vor einer Woche hatten der US-Pharmariese Pfizer und das Mainzer Biotechnologieunternehmen BioNTech eine Vereinbarung mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) getroffen, alle Olympia- und Paralympics-Teilnehmer sowie Mitarbeiter gegen das Coronavirus ab Ende Mai zu impfen. Allerdings wurde nicht präzisiert, welche Delegationen dieses Angebot in Anspruch nehmen werden.
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Japan hat indes bislang nur den Impfstoff von Pfizer zugelassen. Die Regierung steht wegen der vergleichsweise langsam anlaufenden Impfkampagne immer mehr unter Druck, während die Coronazahlen in Tokio und weiteren Gebieten wieder steigen. Derzeit können sich nur Mitarbeiter des Gesundheitswesens und ältere Personen impfen lassen, einen genauen Zeitplan für die allgemeine Bevölkerung gibt es noch nicht.

Brasilien impft seit dieser Woche Athleten und Delegationen

In Brasilien starten die Impfungen gegen das Coronavirus für Athleten und Delegationen derweil in dieser Woche. Wie die nationalen Gesundheitsbehörden mitteilten, können die Olympioniken aufgrund gespendeter Dosen von Pharmazie-Unternehmen geimpft werden.
Laut Gesundheitsminister Marcelo Queiroga sollen ab Mittwoch insgesamt 1814 Personen, darunter alle olympischen und paralympischen Sportler, Trainer, Betreuer und Journalisten eine Impfung erhalten. Die Dosen sollen von Pfizer (4050) und der chinesischen Firma Sinovac (8000) zur Verfügung gestellt werden, zusätzliche Dosen werden an die nationale Kampagne gespendet.
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(SID)

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