Die Sitzung war einberufen worden, um Yoshiro Moris Bemerkungen zu erörtern.
Mori hatte Medienberichten zufolge in der vergangenen Woche in einer Sitzung des japanischen Olympia-Komitees (JOC) gesagt, Frauen würden Meetings in die Länge ziehen, weil sie "Schwierigkeiten haben, sich präzise auszudrücken". Treffen mit vielen Teilnehmerinnen würden daher "viel Zeit in Anspruch nehmen".
Der Ex-Premierminister hatte wenig später für die Aussagen um Entschuldigung gebeten, dabei aber auch erklärt: "Ich höre diese Dinge häufig. Ich spreche in letzter Zeit nicht viel mit Frauen, also weiß ich das nicht."
Olympia Peking 2022
Prognose für Peking: So viele Medaillen könnte Deutschland holen
04/02/2021 AM 11:34
Die Berichte über Moris Äußerungen hatten in Japan einen Sturm der Entrüstung entfacht. Premierminister Yoshihide Suga erklärte, solche Kommentare "sollten nicht erlaubt sein", das Internationale Olympische Komitee (IOC) bezeichnete die Aussagen als "absolut unangemessen". Eine Umfrage des japanischen Senders NHK ergab, dass 36 Olympia-Sponsoren Moris Aussagen für "inakzeptabel" halten.
Auch schon vor den Aussagen Moris hatten die Olympiabefürworter mit Akzeptanzproblemen in der japanischen Bevölkerung zu kämpfen. In jüngsten Umfragen sprachen sich über 80 Prozent der Bürger gegen eine Austragung in diesem Jahr (23. Juli bis 8. August) aus.
Das könnte Dich auch interessieren: Der Widerstand wächst: Peking 2022 heftig in der Kritik
(SID)

Sechs Monate vor Olympia in Tokio: Bevölkerung für Absage, Kosten explodieren

Olympia Tokio 2020
Tokio-Organisatoren stellen erstes Corona-Handbuch vor
03/02/2021 AM 15:05
Olympische Spiele
Trotz sinkender Corona-Zahlen: Tokio verlängert Ausnahmezustand
02/02/2021 AM 12:45