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Olympia 2018: Dahlmeier, Peiffer und Co. winkt goldener Donnerstag in Pyeongchang

Nach Absagen: Team D winkt goldener Donnerstag
Von SID

14/02/2018 um 10:13

Nach den erneuten windbedingten Absagen bei den Winterspielen in Pyeongchang winkt der deutschen Olympia-Mannschaft ein goldener Donnerstag. Bei gleich sechs Entscheidungen binnen elf Stunden gehen deutsche Athleten als Medaillenkandidaten oder gar Favoriten auf den Olympiasieg ins Rennen. Den Anfang machen um 10:30 Uhr Ortszeit (2:30 Uhr MEZ) die Eiskunstläufer Aljona Savchenko/Bruno Massot.

Laura Dahlmeier musste ihre nächste Gold-Attacke zwar um einen Tag verschieben, dafür winkt dem "Team D" nun ein "Super-Donnerstag" mit jeder Menge Edelmetall: Die unberechenbaren Bedingungen haben das Programm der Olympischen "Windspiele" in Pyeongchang auch am Mittwoch durcheinandergewirbelt - und erstmals die Absage eines Biathlon-Rennens nötig gemacht.

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    Der geplante Klassiker der Frauen über 15 km wurde verschoben, Dahlmeier wird nun einen Tag später (17:15 Uhr OZ/9:15 Uhr MEZ) ihr Triple ins Visier nehmen. Aus deutscher Sicht könnte es dann zu einem wahren Medaillenregen kommen. Gute bis sehr gute Chancen auf Edelmetall haben auch Streif-Triumphator Thomas Dreßen in der Abfahrt (11:30/3:30), Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg im Riesenslalom (2. Lauf um 13:45/5:45), Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer im Biathlon-Einzel (20:30/12:30) und die Rodler um Olympiasiegerin Natalie Geisenberger in der Teamentscheidung (21:30/13:30).

    Stopp für sämtliche Aktivitäten im Olympic Park

    Ungemütlich wurde es am Mittwoch nicht nur in der Bergregion, wo auch der Frauen-Slalom ausfiel und auf Freitag (2. Lauf 13:15/5:15) verlegt wurde. In Gangneung, wo die Paarläufer Aljona Savchenko und Bruno Massot ebenfalls am Donnerstag (10:30/2:30) nach einer Medaille greifen, stoppte das Organisationskomitee sämtliche Aktivitäten im Olympic Park.

    Zuschauer im Küsten-Areal wurden am Nachmittag aufgerufen, die Hallen nicht zu verlassen. Im Park flogen Gegenstände umher, Bänke kippten um. Die temporär errichteten Medienzelte wurden nach der Sturmwarnung geschlossen, Journalisten mussten in den Pressebereichen der Hallen weiterarbeiten.

    Die am Mittwoch getroffenen Entscheidungen riefen bei den Beteiligten unterschiedliche Reaktionen hervor. Für DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier war die Slalom-Absage "genauso gerechtfertigt wie jede andere Absage, die bisher (bei den Alpinen) getätigt wurde". Rein sportlich stelle sie "gar kein Problem" dar.

    Hildebrand unzufrieden mit Absage

    Anders sahen die Skijägerinnen die Sache. "Ich war schon den ganzen Tag wegen des Rennens ziemlich angespannt und hatte mich auf einen freien Tag am Donnerstag gefreut", sagte Franziska Hildebrand. Nun müsse sie sich ein weiteres Mal "sammeln, obwohl alle meinten, dass die Bedingungen ganz gut waren". Die Verhältnisse beim Biathlon waren tatsächlich vergleichbar mit denen der vier bereits absolvierten Wettbewerbe - zur gleichen Zeit ließ der Internationale Ski-Verband (FIS) sogar die Nordischen Kombinierer von der Schanze.

    Die Erklärung für die durchaus überraschende Biathlon-Absage lieferte Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig, Mitglied der Wettkampf-Jury. "Wir wollten absolut faire Verhältnisse. Und das wäre problematisch gewesen, da im Einzel ein Fehlschuss direkt mit einer Strafminute sanktioniert wird", sagte er:

    "Zudem sollen am Donnerstag sehr gute Bedingungen vorherrschen. "

    Diese Informationen besitzt auch das Internationale Olympische Komitee (IOC), das von einer "guten Prognose" für die kommenden Tage ausgeht und deshalb mit Blick auf die Alpinen (noch) nicht besorgt ist. Die FIS sei "an Störungen durch Wind, zu viel oder zu wenig Schnee oder zu viel Regen gewohnt", sagte Sprecher Mark Adams: "Im Moment sind wir ziemlich zufrieden. Es ist genug Zeit übrig." Noch.

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