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Road to Tokyo 2020

Handball, Wasserball und Co.: Diese deutschen Teams dürfen noch auf Olympia hoffen

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Uwe Gensheimer (l.), Andreas Wolff (Mitte) und Paul Drux (vorne)

Fotocredit: Getty Images

VonEurosport
27/01/2020 Am 09:31 | Update 27/01/2020 Am 11:32

Die deutschen Handballer stehen nach EM-Platz fünf bei der Olympia-Qualifikation für Tokio (24. Juli bis 9. August) vor einer kniffligen Aufgabe. Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop trifft beim Quali-Turnier in Berlin im April auf teils namhafte Konkurrenz. Die DHB-Auswahl wäre bei einem Erfolg eines von wenigen deutschen Teams in Tokio. Eurosport.de gibt einen Überblick.

Einige andere deutsche Mannschaften dürfen ebenfalls noch hoffen, wie die Wasserballer nach ihrer EM in Budapest. So sieht es in den anderen Sportarten aus:

Baseball/Softball: Die deutschen Baseballer haben bei der EM in Bonn und Solingen die Teilnahme am Olympia-Qualifikationsturnier verpasst und fehlen somit in Tokio. Auch die Softballerinnen sind nicht am Start.

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Basketball: Nach dem WM-Reinfall in China hat das Männer-Nationalteam unmittelbar vor dem Olympia-Turnier die Möglichkeit, sich ein Ticket zu holen. Die Mannschaft um NBA-Profi Dennis Schröder muss sich Ende Juni bei einem Sechserturnier in Split durchsetzen - da es nur der Sieger nach Japan schafft, wird die Mission nicht einfach. Es geht in den Gruppenspielen gegen Russland und Mexiko, in einem möglichen Halbfinale und Finale käme es zu Duellen mit Gastgeber Kroatien, Tunesien oder Brasilien. Die Frauen sind aus dem Rennen.

3x3-Basketball: Bei der olympischen Premiere der Streetball-Variante haben die deutschen Männer keine Chance mehr auf die Qualifikation. Die Frauen spielen vom 18. bis 22. März in Indien um ihren Startplatz, es geht gegen Frankreich, die USA, Uruguay und Indonesien. Von insgesamt 20 Teilnehmern schaffen es drei. "Es wird natürlich ganz schwer", sagte Stefan Raid, Vizepräsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB). Für ein abschließendes Qualifikationsturnier stehen die DBB-Frauen auf der Warteliste. Dabei wird das letzte Ticket vergeben.

Beachvolleyball: Deutschlands bestes Männer-Duo Julius Thole und Clemens Wickler hat das Olympiaticket so gut wie in der Tasche. Niels Ehlers und Lars Flüggen dürfen sich noch Hoffnung machen, müssen allerdings in den verbleibenden World-Tour-Turnieren bis zum Stichtag 15. Juni 2020 weiter fleißig Punkte sammeln, um es über die Olympiarangliste zu schaffen. Bei den Frauen liegen derzeit zwei Duos auf Kurs: Olympiasiegerin Laura Ludwig und Partnerin Margareta Kozuch haben ebenso wie Karla Borger und Julia Sude gute Aussichten auf die Qualifikation. Es sind maximal zwei Teams pro Geschlecht und Nation startberechtigt. Gelingt die Qualifikation über die Rangliste nicht, gibt es noch die Möglichkeit, sich im Juni über den Kontinentalcup je ein Ticket zu erspielen, Deutschland ist dabei mit einem Frauen- und einem Männer-Team vertreten.

Fußball: Die deutschen Männer haben sich bei der U21-EM für Tokio qualifiziert. Die Frauen verpassten die Sommerspiele durch ihren K.o. im WM-Viertelfinale gegen Schweden, 2016 hatten sie in Rio noch Gold gewonnen.

Handball: Als Europameister hätten sich die Männer direkt für Tokio qualifiziert. Nach Platz fünf geht es beim Qualifikationsturnier in Berlin (17. bis 19. April) gegen Rekord-Europameister Schweden, den EM-Vierten Slowenien und Algerien um eines der beiden Tickets. Die deutschen Frauen hätten für die Teilnahme an einem Qualifikationsturnier bei der WM mindestens Siebte werden müssen, belegten am Ende aber Platz acht und scheiterten.

Hockey: Beide Nationalteams haben bei den Qualifikationsspielen in Mönchengladbach souverän ihre Tokio-Tickets geholt. Die Frauen setzten sich problemlos gegen Italien (2:0/7:0) durch, die Männer hatten gegen Österreich (5:0/5:3) keine Mühe.

Rugby: Beide Teams sind gescheitert. Die Frauen des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) schieden beim ersten Europa-Qualifikationsturnier in Kasan in der Vorrunde aus, für die Männer war in Colomiers/Frankreich im Viertelfinale Schluss.

Volleyball: Sowohl die deutschen Männer als auch die deutschen Frauen sind in Japan nicht dabei. Beide Teams schafften es bis ins Finale der Qualifikationsturniere, kassierten dann aber eine klare Niederlagen.

Wasserball: Die Männer hoffen weiter auf Tokio. Zwar verpassten sie bei der EM wie die Frauen die Teilnahme an den Qualifikationsturnieren im März, spekulieren aber weiter auf eine Startmöglichkeit, weil Teams anderer Kontinente regelmäßig auf ihre äußerst unrealistische Olympia-Chance verzichten. Die deutschen Männer wären erster Nachrücker für das Qualiturnier in Rotterdam (22. bis 29. März). Die Frauen haben als EM-Elfte keine realistische Chance mehr.

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(SID)

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