Getty Images

Paralympics-Gold Nummer drei und vier: Andrea Eskau und Anna-Lena Forster triumphieren

Paralympics-Gold Nummer drei und vier: Eskau und Forster triumphieren
Von SID

13/03/2018 um 11:35

Die alpinen Ski-Asse des Deutschen Behindertensportverbandes haben bei den Paralympics in Pyeongchang drei weitere Medaillen gewonnen. In der Super-Kombination in der sitzenden Klasse feierten Anna-Lena Forster und Anna Schaffelhuber einen Doppelsieg. In der stehenden Klasse holte Andrea Rothfuss Silber. Fahnenträgerin Andrea Eskau triumphierte zudem in der sitzenden Klasse im Biathlon über 10 km.

Für Eskau, die klar vor der Russin Marta Zainullina gewann, war es nach Silber im Langlauf über 12,5 km schon die zweite Medaille in Pyeongchang, insgesamt die elfte bei Paralympics in ihrer langen und erfolgreichen Karriere. Siebenmal gewann sie bisher Gold, davon dreimal im Winter. Zudem ist die querschnittsgelähmte Athletin, die im Sommer mit dem Handbike startet, 20-malige Weltmeisterin. Den Olympiasieg kommentierte sie mit einem Schmunzeln:

"Ich habe mehr erreicht als gedacht. Es passt einfach, es geht gerade von alleine. Das ist irre. Ich bin so alt."

Schaffelhubers Super-Serie gerissen

Anna-Lena Forster feierte nach Super-G und Slalom mit 2,52 Sekunden Vorsprung auf Schaffelhuber ihren ersten Medaillengewinn bei den Wettkämpfen in Fernost. Forster enttrohnte damit ihre Freundin Schaffelhuber, die zuvor bereits Gold in der Abfahrt und im Super-G gewonnen hatte. Für die DBS-Vorzeigesportlerin reißt damit eine Serie: Nach sieben Paralympics-Siegen in Folge holt sie in der Super-Kombi "nur" Silber.

Forster strahlte nach ihrem großen Erfolg:

"Ich bin froh, dass ich Anna einmal schlagen und ein bisschen aus ihrem Schatten treten konnte. Das tut gut. Das ist unglaublich und verrückt."

Rothfuss zeigte sich enttäuscht

Andrea Rothfuss belegte nach ihren Silbermedaillen in Abfahrt und Super-G wieder den zweiten Platz, zeigte sich allerdings enttäuscht über ihre Leistung. Nachdem sie nach dem Super-G an der Spitze gelegen hatte, hatte sie von Gold geträumt - doch es wurde zum dritten Mal Silber in Südkorea. Das sei "sehr frustrierend", sagte sie mit Tränen in den Augen, "ich habe nicht genügend auf die Tube gedrückt".

Klug holt Bronze

Die sehbehinderte Clara Klug gewann im Biathlon über 10 km zudem Bronze. Die 23-Jährige musste sich bei schwierigen Bedingungen nur der Ukrainerin Oksana Schischkowa und der Neutralen Paralympischen Athletin (NPA) Michalina Lysowa geschlagen geben. Martin Fleig belegte bei den Männern in der sitzenden Klasse den undankbaren vierten Platz, Steffen Lehmker wurde in der stehenden Klasse Fünfter.

0
0