Das IPC wertete die Aktion, die ein Protest gegen den Ausschluss von Russlands kompletter Paralympics-Mannschaft wegen Staatsdopings war, als "politisches Statement" und teilte mit, das Gespräch mit den weißrussischen Offiziellen suchen zu wollen. Noch während der Feier hatte das IPC die Flagge eingezogen und sich Sanktionen vorbehalten.
Russlands Staatspräsident Wladimir Putin hatte die weißrussische Solidaritäts-Aktion feiern lassen. "Diese Tat verdient Bewunderung", erklärte Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow: "Wir bewerten dieses Zeichen der Solidarität mit unseren Paralympiern, die unverdientermaßen und unfair um ihre Chance auf eine Teilnahme an den Paralympics gebracht worden sind, sehr hoch."
Auch die Führung von Russlands Paralympischem Komitee (RPC) hatte sich begeistert gezeigt. "Ich kann den weißrussischen Athleten, die unsere Flagge ins Stadion getragen haben, nur danken. In diesen schwierigen Zeiten haben sie an uns und an Gerechtigkeit erinnert und daran, dass Politik aus sportlichen Wettbewerben herausgehalten werden sollte. Vor allem bei den Paralympics, die eine besondere menschliche Bedeutung haben", sagte RPC-Chef Wladimir Lukin.
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