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Beezie Madden ist die Weltcup-Siegerin von Paris!

Beezie Madden ist die Weltcup-Siegerin von Paris!

16/04/2018 um 14:38Aktualisiert 16/04/2018 um 14:39

Beim FEI Weltcup-Finale von Paris Bercy hat sich die US-Amerikanerin Elisabeth Madden an diesem Wochenende zum zweiten Mal in ihrer Karriere den Sieg und damit den Titel gesichert. Bemerkenswert war dabei, dass sie vom ersten Tag an die Führung halten konnte.

Die US-Amerikaner hatten schon 2017 das Glück, den Titel für sich in Anspruch nehmen zu können. Nach McLain Ward im vergangenen Jahr, hat sich 2018 mit Elisabeth “Beezie” Madden zum zweiten Mal in Folge ein Reiter aus den USA den begehrten Titel im Weltcup sichern können. Auch die Plätze zwei und vier gingen in diesem Jahr an US-amerikanische Springreiter. Devin Ryan (Platz zwei) stand neben seiner Landsfrau auf dem Podium, McLain Ward rangierte auf Platz vier.

Beezie Madden gehört zu den Routiniers im Sattel und ist nicht nur in den USA eine Legende.  Vier Mal hat die 52-Jährige an Olympischen Spielen teilgenommen. 2016 in Rio de Janeiro gehörte sie zum Team der USA, das Silber gewinnen konnte. 2008 war sie Teil der Mannschaft, die Gold für die USA holte und trug zudem in der Einzelwertung die Bronzemedaille davon. Auch bei den Weltreiterspielen war Beezie Madden bereits drei Mal mit von der Partie, holte dabei in Caen 2014 sowohl mit dem Team wie auch im Einzel Bronze, 2006 in Aachen waren es die Silbermedaillen mit dem Team und in der Einzelwertung, die sie mit nachhause nahm.  

Ihren zweiten Sieg in einem Weltcup-Finale hat sie genauso gewonnen wie ihren ersten: Mit einem glatten Start-Ziel-Sieg. Bereits nach der ersten Wertungsprüfung des FEI Weltcup-Finales von Paris Bercy, die sie als Siegerin beendete, kamen Erinnerungen an den ihren ersten Weltcup-Sieg im Jahr 2013 auf.  Damals in Göteborg im Sattel von Simon unterwegs, hatte sie ebenfalls die erste Prüfung gewonnen, setzte mit einem Sieg in der zweiten Wertungsprüfung nach und konnte sich am Ende über den Sieg und den Titel in der dritten Wertungsprüfung freuen. 

In Paris setzte Beezie Madden in diesem Jahr auf Breitling, einen 12-jährigen Quintero-Sohn, der sich mit hervorragenden Leistungen in den letzten Monaten als ihr Spitzenpferd in Szene gesetzt hatte. Auch wenn die Amazone von Anfang an von den Qualitäten des Wallachs überzeugt war, verlief seine Karriere nicht ganz so wie erwartet. Die Beständigkeit fehlte zunächst, das Pferd brauchte Zeit um konstant gute Leistungen zu zeigen. In diesem Jahr hat er sich – inzwischen zwölf Jahre alt – durchweg als höchst zuverlässiger Sportpartner gezeigt und die meisten Starts mit Siegen beendet. Der Sieg im Weltcup-Finale von Paris bedeutet für Beezie Madden daher nicht nur eine weitere Medaille, sondern auch, dass sie nach der Verabschiedung ihrer Spitzenpferde Simon und Cortez erneut ein Top-Pferd unter dem Sattel hat, mit dem sie Championate planen kann. Für die Weltreiterspiele im September ist die US-Amerikanerin damit gut aufgestellt.

Für die deutschen Reiter war der Auftakt im Weltcup-Finale von Paris zunächst vielversprechend. Mit den Plätzen zwei und vier hatten sich Daniel Deußer mit Cornet D’Amour und Marcus Ehning mit Cornado hervorragende Ausgangsoitionen erritten, die sie jedoch in der zweiten Prüfung wieder verspielten. Daniel Deußer und Cornet D’Amour konnten mit zwei Runden ohne Abwürfe am Sonntag am Ende noch Platz acht belegen und waren damit das beste deutsche Paar im Weltcup-Finale 2018.

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