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Das Longines FEI Nationenpreis-Finale in Barcelona findet ohne Deutschland statt

Das Longines FEI Nationenpreis-Finale in Barcelona findet ohne Deutschland statt

12/08/2019 um 16:02Aktualisiert

Hoffen durften Bundestrainer Otto Becker und seine Springreiter noch am vergangenen Wochenende, eingreifen konnten sie aber nicht mehr. Nun sind die Würfel gefallen. Die letzte Etappe der European Division I in der Longines FEI-Nationenpreis-Serie der Saison in Dublin hat die Entscheidung gebracht. Deutschland ist raus. Und im Finale in Barcelona nicht am Start.

Es war abzusehen, aber es ist sehr schmerzlich. Die deutschen Springreiter haben es in diesem Jahr nicht geschafft bei den vier Stationen der Longines FEI Nationenpreis-Serie so viele Punkte zu holen, dass sie die Serie unter den besten sieben Teams beenden. Am Ende lautet das Ergebnis sogar Platz neun. Nur Österreich hat in dieser Saison noch weniger Punkte sammeln können. Das Problem: Lediglich die besten sieben Mannschaften der European Division I starten beim Finale in Barcelona (Spanien). Die drei Mannschaften auf den Plätzen acht bis zehn werden in der nächsten Saison in der European Division II antreten. Traurig, aber wahr. 

Deutschland hatte vor dem letzten Wochenende nur noch eine sehr geringe Chance auf die Teilnahme am Serien-Finale in Barcelona: Gesetzt den Fall, dass Niederländer und Briten bei der letzten Etappe der Longines FEI-Nationenpreis-Serie in Dublin (Irland) kaum Punkte geholt hätten und hinter Deutschland zurückgeblieben wären – was rein rechnerisch kaum möglich war – hätte es klappen können, mit dem Einzug der Deutschen ins Finale. Doch es war klar, dass wenigstens eines der beiden Länder vorbeiziehen würde.

In Dublin waren es die Briten, die im letzten Moment die krasse Wendung ihres fast schon sicher geglaubten Schicksals herbeiführen konnten. Die Mannschaft von Di Lampard zeigte Nerven wie Stahlseile, brillierte im Parcours und sicherte sich den Sieg bei der Etappe in Dublin mit einem einzigen Fehlerpunkt, den sie sich in zwei schweren Umläufen anrechnen lassen musste. Damit katapultierten sich die Briten auf Rang sieben und haben damit die Qualifikation für das Finale in Barcelona. 

Die Niederländer konnten dank der in Dublin gewonnen Punkte an Deutschland vorbei auf Platz acht im Ranking der Serie klettern. Sollte eine Mannschaft der besten sieben Teams nun ihre Teilnahme am Finale in Barcelona absagen müssen, rücken die Niederländer nach. Die Chance besteht. Es ist auch Deutschland bereits einmal vergönnt gewesen, über diese Position nachzurücken und am Finale teilzunehmen. Damit Deutschland in diesem Jahr den Einzug ins Finale schafft, müssten jedoch zwei Mannschaften ausfallen. Dieser Fall ist enorm unwahrscheinlich. So wie es aussieht, wird Deutschland also in der kommenden Saison gemeinsam mit den Österreichern in der European Division II starten.

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