Das Präsidium der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN folgte mit diesem Beschluss der einstimmigen Empfehlung seiner Kommission Ausbildungsmethoden.
Beim Touchieren handelt es sich um das leichte Berühren der Pferdebeine beim Sprung, die Touchierstange darf ein maximales Gewicht von 2000 Gramm bei 3 Meter Länge haben, sie muss rund und glatt sein und aus nicht splitterndem Material bestehen. Die Touchierstange dürfe nur von sehr erfahrenen, routinierten Pferdefachleuten bedient werden, "die über genügend Gefühl, Sensibilität und Erfahrung verfügen", heißt es in den Richtlinien der FN.
Das Thema war zuletzt nach einem TV-Beitrag von "RTL" um angebliches Barren der Springpferde auf dem Hof des viermaligen Olympiasiegers Ludger Beerbaum in Riesenbeck erneut in die Diskussion geraten. Darin wird Beerbaum vorgeworfen, die seit 30 Jahren verbotene Methode des Barrens bei seinen Pferden angewendet zu haben.
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Beim Barren wird dem Pferd beim Überqueren des Hindernisses nach einer Ausholbewegung eine lange Holzstange gegen die Vorderbeine geschlagen.

FN prüft weiterhin die Bilder aus dem "RTL"-Bericht

Beerbaum versicherte allerdings, dass die bei "RTL" gezeigten Bilder mit Barren nichts zu tun haben: "Es handelt sich dabei um erlaubtes Touchieren, das von einem erfahrenen, routinierten Pferdefachmann durchgeführt wurde."
Es sei nicht die Aufgabe der FN-Kommission Ausbildungsmethoden, diese Bilder juristisch zu bewerten, teilte die FN am Donnerstag mit: "Die FN prüft weiter, ob sich aus den Bildern der Vorwurf einer Verletzung der Leistungsprüfungsordnung ergibt, und wird sich zu den laufenden Ermittlungen nicht äußern."
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(SID)

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