Das Deutsche Olympiade-Komitee hat für jede Reitsport-Disziplin einen Ausschuss und genau diese Gremien sind gefragt, wenn es darum geht den Elitekader zu benennen und zu aktualisieren. In der Regel eine Aufgabe, die zum Jahreswechsel ansteht. Anfang 2020 wurden die Kader im Hinblick auf die Olympischen Spiele unter die Lupe genommen und zusammengestellt. Doch dann wurden die Olympischen Spiele in Tokio auf das Jahr 2021 verschoben. Nicht alle Spitzenreiter sind jetzt mit dem gleichen Pferd im Kader ihrer Disziplin aufgelistet, mit dem sie auch ein Jahr zuvor vertreten waren.
Im Olympiajahr 2021 wird sorgfältig und genau überlegt, welches Pferd das größte Potential für den anstehenden sportlichen Höhepunkt mitbringt, welches Pferd am besten in Form ist. Aktuell ist Daniel Deußer's Toppferd die Stute Killer Queen, die im vergangenen Jahr zur Spitzenverdienerin avancierte. Sie verdiente trotz des enorm ausgedünnten Turnierkalenders im Jahr 2020 rund eine Viertelmillion Euro. Kein Wunder also, dass Daniel Deußer im Olympiajahr 2021 im Elitekader der Springreiter mit seiner Wunderstute gelistet ist. Letztes Jahr war Scuderia 1918 Tobago das Top-Pferd unter seinem Sattel.
Nicht nur bei Daniel Deußer gibt es eine Änderung im Vergleich zum Vorjahr zu melden. Auch Christian Ahlmann sieht mit Dominator 2000 Z ein anderes Pferd als besten Kandidaten für die Olympischen Spiele an. Im Januar 2020 stand er mit Clintrexo im Elitekader der deutschen Springreiter. Neben Ahlmann und Deußer sind aktuell drei Pferd-Reiter-Kominationen aufgeführt, die bereits im Vorjahr vertreten waren: Simone Blum mit Alice, Marcus Ehning mit Comme il Faut und Maurice Tebbel mit Don Diarado.
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Bei den Dressurreitern stehen Dorothee Schneider mit Showtime und Hubertus Schmidt mit Escolar im Elitekader für das Jahr 2021. Beide Pferde waren zuletzt nicht aufgeführt, sind aufgrund ihrer Top-Form nun aber wieder in die Liste aufgenommen worden. Isabell Werth ist wie Kollegin Dorothee Schneider gleich mit drei Pferden aufgeführt, bei Werth erscheint jedoch auch ein ganz neuer Name: Quantaz. Der zehnjährige Hengst wechselte im Jahr 2018 in den Besitz der Österreicherin Victoria Max-Theurer, einer Schülerin von Isabell Werth. Im Sattel sitzt seitdem Isabell Werth, da sie die weitere Ausbildung von Quantaz übernommen hat.
Im vergangenen Jahr erwarb Werth's Sponsorin Madeleine Winter-Schulze Anteile an dem Pferd und hat es so für Isabell gesichert. Nun kann sich die Nummer eins der Welt offensichtlich vorstellen, dass Quantaz für größere Aufgaben bereit ist. Spitzenpferde sind aber weiterhin die Stuten Weihegold und Bella Rose. Die hoch erfolgreiche Fuchsstute ist übrigens nicht als Sportpartnerin von Isabell Werth im Elitekader genannt, da sie in 2020 keinen öffentlichen Auftritt hatte. Kein Wunder, es gab ja auch nicht allzu viele Möglichkeiten für Starts.
Der Elitekader der Dressurreiter stellt sich so dar: Jessica von Bredow-Werndl mit TSF Dalera BB und Zaire-E, Ingrid Klimke mit Franziskus, Helen Langehanenberg mit Annabelle, Hubertus Schmidt mit Escolar, Dorothee Schneider mit DSP Sammy Davis jr., Faustus und Showtime FRH, Frederic Wandres mit Duke of Britain, Benjamin Werndl mit Daily Mirror und Famoso OLD sowie Isabell Werth mit DSP Quantaz, Emilio und Weihegold OLD.
Auch bei den Vielseitigkeitsreitern hat sich etwas getan. Während bei vier Reitern (Sandra Auffarth, Andreas Dibowski, Michael Jung, Ingrid Klimke) exakt die gleichen Pferde notiert sind, wie Anfang 2020, ist im Elitekader 2021 ein weiteres Paar hinzugefügt worden. Bundesnachwuchstrainerin Julia Krajewski ist zurück im Championatskader und ist dort mit ihrem Routinier Samourai du Thot aufgeführt. Nun stehen also fünf Reiter für die großen Aufgaben des Jahres zur Planung zur Verfügung.
Die Kader sind jedoch keinesfalls für das gesamte Jahr festgeschrieben. Fallen Reiter oder Pferde der verschiedenen Disziplinen aufgrund von hervorragenden Leistungen im Verlauf der nächsten Monate besonders auf, besteht die Möglichkeit sie nachträglich in den Spitzenkader zu berufen.
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