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EM Rotterdam – Deutschland wird seiner Favoritenrolle gerecht, die Iren schreiben Geschichte

EM Rotterdam – Deutschland wird seiner Favoritenrolle gerecht, die Iren schreiben Geschichte

21/08/2019 um 18:28Aktualisiert 21/08/2019 um 18:29

Der Tag der Entscheidung bei der Mannschaftswertung der Dressurreiter in Rotterdam sah die Favoriten als Sieger. Doch abgesehen von der 24. Team-Medaille für die Deutschen bei einer EM, war der Tag voller Überraschungen. Am Ende jubelten die Niederländer, die Schweden und die Iren. Die Briten trockneten sich die Tränen und auch die Schweizer und die Franzosen mussten sich die Wunden lecken.

Der Tag der Team-Entscheidungen bei der Europameisterschaft in Rotterdam war eine emotionale Achterbahnfahrt für viele Reiter. Nach Jessica von Bredow-Werndl, die am Montag mit ihrem Ritt den Auftakt für das deutsche Team gemacht hatte, dabei einen dicken Patzer verschmerzen musste und ihre Tränen nicht zurückhalten konnte, war auch der Auftritt von Sönke Rothenberger und Cosmo am Dienstagmorgen nicht fehlerfrei. Trotzdem reichte es für das Paar für einen Platz ganz vorne auf der Ergebnisliste. Deutschland lag nach den ersten drei Ritten  sehr gut auf Kurs. 

Letzte Starterin für Deutschland war Isabell Werth mit Bella Rose, die die Vorstellung im Viereck mit neuer Bestmarke (85,652) beendete und den Sieg der deutschen Mannschaft perfekt machten. Souverän und mit großer Dominanz hat  das Team von Monica Theodorescu den Titel verteidigt und konnte sich über die 24. EM Medaille freuen.

Die Briten, die hinter den Deutschen auf dem Silberrang lagen, bis zuletzt, setzten nach dem Ritt von Charlotte Dujardin schon zum Jubeln und Feiern an. Doch im Anschluss an den Ritt der Britin mit Mount St. John Freestyle wurde bei der regulären, vorgeschriebenen Kontrolle durch den Tierarzt Blut an der Flanke des Pferdes festgestellt. Gemäß der Blutregel bedeutet dies den Ausschluss der Reiterin vom Wettbewerb. Damit entfiel die gute Wertnote des Paares, Großbritannien rutschte von Platz zwei auf Platz vier zurück. Davon profitierten die Niederländer, die sich im heißen Wettstreit mit Dänermark und Schweden den Bronzeplatz erkämpft hatten und nun auf den Silberrang hochrutschen durften. Nach vier Jahren endlich wieder eine Medaille bei einem Championat zu feiern, noch dazu vor heimischer Kulisse, sorgte bei den Reitern aus dem Gastgeberland für Hochstimmung.

Die herrschte auch bei den Reitern aus Irland. Denn mit dem siebten Platz sorgte die irische Mannschaft dafür, dass sie eine der begehrten Startberechtigungen für das Team bei den Olympischen Spielen in Tokio 2020 erhält. Ein historisches Ereignis! Denn 2020 wird erstmals eine irische Mannschaft bei Olympischen Spielen antreten. Fest auf eines der drei Mannschafts-Tickets gehofft hatten die schweizer und die Franzosen. beide Teams gingen leer aus und müssen nun auf EInzelstartplätze hoffen. 

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