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Isabell Werth behauptet sich in s’Hertogenbosch

Isabell Werth behauptet sich in s’Hertogenbosch

14/03/2018 um 12:17Aktualisiert 14/03/2018 um 12:18

Im niederländischen s'Hertogenbosch ist am vergangenen Wochenende die letzte Etappe der Weltcup-Qualifikationen der Dressurreiter ausgetragen worden. Die Teilnehmer für das Finale, das Mitte April in Paris ausgetragen wird, stehen damit fest. Bei der abschließenden Station der Saison konnte Isabell Werth einmal mehr einen eindrucksvollen Sieg feiern.

Im Sattel ihres zwölfjährigen Westfalen Emilio brillierte Isabell Werth am vergangenen Wochenende im Viereck der Veranstaltung Indoor Brabant bei der letzten Weltcup-Kür der Saison. Das Ergebnis der starken Vorstellung lautete 87,405 Prozent und brachte der Nummer eins der Welt im Dressursattel einen weiteren Sieg. Die Vorstellung in der Kür war eine Glanzleistung des braunen Ehrenpreis-Sohns, der in der Armada von Isabell Werth’s Spitzenpferde inzwischen hinter Weihegold die Nummer Ib ist, wenn man unbedingt eine Reihenfolge der Top-Pferde erstellen möchte.

Selbstverständlich war der Sieg keinesfalls, wie das Turnier in Göteborg gezeigt hatte, bei dem Ende Februar die Dänin Cathrine Dufour mit Cassidy die Nase vorn hatte. Emilio, der sich stetig weiter entwickelt und offensichtlich mit jedem Auftritt Routine im internationalen Viereck gewinnt, begeisterte seine Reiterin mit seiner erneuten Verbesserung. Der Vorteil der Dressur-Königin ist es, ohne Druck starten zu können, da sie als Titelverteidigerin ohnehin für das Finale gesetzt ist. Andere Kollegen, die beim Indoor Brabant dringend die letzten Punkte erreichen wollten, um sich ihre Teilnahme beim Finale zu sichern, waren dagegen einer großen nervlichen Anspannung ausgesetzt.

Die Nervenstärke spielt bei Reitern eine enorm große Rolle: jede Stimmung, jede Anspannung überträgt sich auf’s Pferd. Ein Pferd, das selbst noch recht grün und unerfahren ist, benötigt daher unbedingt einen gelassenen Reiter. Gute Nerven konnte auch Edward Gal beweisen. Der Niederländer, der 2009 und 2010 mit Totilas von Sieg zu Sieg reiten konnte, brachte in s’Hertogenbosch sein Nachwuchspferd Zonik an den Start. Der lackschwarze Hengst bestritt beim Indoor Brabant erst seine dritte Weltcup-Prüfung und beendete diese mit einem Ergebnis von 83,900 Prozent. Damit belegte das Paar Platz zwei hinter Isabell Werth und Emilio. 

Zu den weiteren Teilnehmern, die ihre Reise nach Paris planen können, gehören unter anderem: Dorothee Schneider, Jessica von Bredow-Werndl, der Schwede Patrik Kittel sowie die Niederländerin Madeleine Witte-Vrees. 

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