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Isabell Werth und Bella Rose erneut vergoldet

Werth und Bella Rose holen erneut Gold
Von SID

14/09/2018 um 23:54

Die sechsmalige Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth hat sich bei den Weltreiterspielen in Tryon ihre zweite Goldmedaille gesichert. Auf Bella Rose siegte Werth im Grand Prix Special mit 86,246 Punkten vor Laura Graves (USA/81,717) mit Verdades und Charlotte Dujardin (Großbritannien/81,489) mit Freestyle. Mannschafts-Weltmeister Sönke Rothenberger wurde mit Cosmo Cosmo Vierter (81,277).

Schon während ihrer zweiten Machtdemonstration konnte Isabell Werth ihr Lächeln nicht zurückhalten, der WM-Titel im Grand Prix Special war ihr lange vor der Schlusslinie nicht mehr zu nehmen: Die sechsmalige Olympiasiegerin und ihre Wunderstute Bella Rose sind bei den Weltreiterspielen das unangefochtene Traumduo der Dressur. Auch in der Kür am Sonntag führt der Weg zu Gold nur über Werth.

Einen Tag nach Team-Gold holte die erfolgreichste Reiterin der Geschichte in Tryon ihren insgesamt neunten WM-Titel.

Der große Verlierer: Sönke Rothenberger.

Der 23-Jährige war nach Tryon gefahren, um den Dressur-Thron zu erobern. Mit seinem Wallach Cosmo unterliefen ihm im Special aber zu viele Fehler, vor allem in den Einerwechseln und Piaffen war das Duo schwach. Die 81,277 Punkte reichten hinter US-Reiterin Laura Graves auf Verdades (81,717) und der dreimaligen Olympiasiegerin Charlotte Dujardin (Großbritannien/81,489) auf Freestyle nur zum enttäuschenden vierten Rang.

Auch für Dorothee Schneider und Jessica von Bredow-Werndl war der Special nicht nach Wunsch verlaufen. Team-Olympiasiegerin Schneider erreichte auf ihrem Wallach Sammy Davis jr. mit 75,608 Punkten immerhin die Kür der besten 15 Paare am Sonntag. Die 49-Jährige zeigte sich "sehr happy mit der Runde", beim Ergebnis hätte sie sich aber "vielleicht etwas mehr gewünscht".

Das Aus für Bredow-Werndl

Größer war die Enttäuschung bei von Bredow-Werndl, denn ihre WM ist schon vorbei. Die 32-Jährige kam mit ihrer Stute Dalera nur auf 73,875 Punkte - da sie ohnehin nicht die Top 15 erreichte, fiel es gar nicht ins Gewicht, dass in der abschließenden Kür ohnehin nur drei Reiter pro Nation starten dürfen. "Natürlich würde ich voll gerne Kür reiten", sagte sie und erklärte:

"Heute hat die Kraft nicht gereicht."

Deutsche Hoffnungen auf Kurs

Voll auf Medaillenkurs sind auch die Vielseitigkeitsreiter nach der ersten von drei Disziplinen. Europameisterin Ingrid Klimke zeigte auf Hale Bob am Freitag eine starke Vorstellung in der Dressur und kam auf 23,3 Punkten. Die 50-Jährige sagte:

"Ich bin total happy, weil Bobby total relaxed war."

Noch besser war auf dem Viereck nur Julia Krajewski unterwegs, die auf Chipmunk am Vortag mit 19,9 Punkten geglänzt hatte. Damit untermauerte das Team des Titelverteidigers auch seine Medaillenambitionen in der Nationenwertung, dort liegt die deutsche Equipe (73,40) vor Großbritannien (80,8) und den USA (83,0).

Andreas Dibowski zeigte mit seiner Stute Corrida eine solide Leistung und kam auf 30,3 Punkte. Schon am Donnerstag hatte Startreiter Kai Rüder mit Colani Sunrise 30,2 Punkte erreicht. Weltmeisterin Sandra Auffarth, die auf Viamant du Matz nur in der Einzelwertung startet, kam auf 30,6 Punkte.

Am Samstag folgt der Geländeritt (ab 17.00 Uhr/MESZ), die Entscheidung im Einzel und im Team fällt am Sonntag im Springen (ab 21.15 Uhr/MESZ).

Schlechte Nachrichten

Für die bislang schwärzeste Nachricht der WM sorgte der am Mittwoch abgebrochene Distanzritt. Wie Veterinärdirektor Göran Akerström vom Weltverband FEI am Freitag mitteilte, musste ein Pferd aufgrund von Nierenproblemen eingeschläfert werden. Informationen, um welches Pferd es sich handelt, gab die FEI zunächst nicht bekannt.

Große Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit hatten die Veranstalter am Mittwoch zum Abbruch veranlasst. Nun gab die FEI die erschreckenden Zahlen bekannt, dass von den 95 gestarteten Pferden 53 nach dem Abbruch in einer Tierklinik behandelt werden mussten.

Video - So lief der 1. Tag bei den Weltreiterspielen

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