"Das ist unbeschreiblich. Verstanden habe ich das noch nicht. Ich war seit gestern Abend extrem unruhig und nervös. Aber im Rennen habe ich mich dann in den Griff bekommen und einfach durchgezogen. Jeder Lauf war am Limit, auch wenn es nicht so aussah", kommentierte Levy seinen Sieg. Nun will der Deutsche auch im Keirin eine Medaille gewinnen. 2017 war er in dieser Disziplin bereits Europameister.

Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hatte sein komplettes EM-Team wegen Corona-Bedenken zurückgezogen. Levy (33), dreimaliger Olympia-Medaillengewinner, sah dies nicht ein und fährt in Absprache mit dem Verband im Risikogebiet auf eigene Rechnung.

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"Er fühle sich "wie der Tiger im Käfig, der an den Ketten reißt", hatte er vorab dem "SID" gesagt.

Im Velodrom von Plowdiw bezwang Levy zunächst im Achtelfinale den Ukrainer Dmytro Stowbezkij, im Viertelfinale war er deutlich zu schnell für den jungen Tschechen Jakub Stastny.

Dabei hatte Levys EM-Abenteuer holprig begonnen. Für einen "saftigen Aufpreis" musste er seinen Flug via Warschau nach Sofia umbuchen, die letzten 150 km fuhr er seine zwei Hightech-Räder und seine Rolle in verbeulten Kisten mit einem geleasten Kleinbus.

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(SID und radsport-news.com)

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