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Bora-Teamchef Denk zur Corona-Krise: "Eine Sache ist klar: Es gibt nur Verlierer"

Bora-Teamchef Denk zur Corona-Krise: "Eine Sache ist klar: Es gibt nur Verlierer"
Von Eurosport

19/03/2020 um 00:39Aktualisiert 19/03/2020 um 09:39

Ralph Denk, Teamchef des deutschen Radrennstalls Bora-hansgrohe, fordert im Zuge der Corona-Pandemie Solidarität und befürwortet, dass gut bezahlte Sportler Abstriche bei ihren Gehältern machen sollen. "Es wird schlussendlich nur darum gehen, dass man die finanziellen Verluste möglichst auf alle Schultern verteilt", sagte der 46-Jährige im Interview mit der tz und dem Münchner Merkur.

Wenn die Dachverbände der einzelnen Sportarten Empfehlungen aussprechen, könne das etwas bewirken. "Eine Sache ist nämlich klar: Es gibt nur Verlierer! Wenn ein Fußballer zehn Millionen verdient und auf drei Prozent seines Gehalts verzichtet, kann er den Imbissbuden-Besitzer vorm Stadion schon retten", sagte Denk.

Dass sich die Teams im Radsport gegenseitig helfen und unterstützen, ist für ihn nicht denkbar.

Da kämpft jeder für sich alleine. Da erwarte ich keine Hilfe. Ähnlich wie beim Fußball, das hat Hans-Joachim Watzke ja schon angekündigt. Ich könnte mir eher vorstellen, dass Fahrer, die zum Teil ja sehr viel verdienen bei uns, sich solidarisch zeigen.

(SID)

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