An ein vorzeitiges Karriereende verschwendet der mittlerweile 36-Jährige, der Ende 2020 von Team Ineos zur Israel Start-Up Nation wechselte, wo er einen Dreijahresvertrag unterschrieb, allerdings keinen Gedanken. “Ich denke nicht an Rücktritt. Das Fahrrad ist mein Leben", sagte er im Gespräch mit der italienischen Tageszeitung La Repubblica.
“Auch wenn ich nicht auf mein altes Niveau zurückkehren sollte, ist es für mich von unschätzbarem Wert, weiter Rad zu fahren. Ich habe einen Zweijahresvertrag mit Israel Start-Up Nation und will den erfüllen. Es ist ein sehr schöner Job", sagte Froome, der den letzten seiner bisher 46 Profisiege Ende Mai 2018 feierte, als er nach einem spektakulären Finale den Giro d’Italia gewann.
Dennoch hat sich Froome noch nicht von seinen ganz großen Zielen wie ein weiteres Gelbes Trikot bei der Tour de France verabschiedet. “Von diesem fünften Tour-Sieg träume ich immer noch. Wenn ich Alejandro Valverde und Vincenzo Nibali sehe, motiviert mich das sehr, weiter zu trainieren. Sie sind fünf Jahre beziehungsweise ein Jahr älter als ich. Aber sie haben im vergangenen Monat auch Rennen gewonnen. Das macht mir Mut“, sagte der siebenmalige Grand-Tour-Sieger, der durchaus auch die Wachablösung im Radsport registriert, die durch die jungen Überflieger wie Tadej Pogacar (UEA Team Emirates) oder Remco Evenepoel (Deceuninck - Quick-Step) personifiziert wird.
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Vor allem über den 23-jährigen Slowenen, der die beiden vergangenen Austragungen der Tour de France gewann, geriet Froome ins Schwärmen. “Ich bin besonders beeindruckt von seiner mentalen Stärke, von der Leichtigkeit, mit der er Rennen absolviert. Es lastet immer viel Druck auf seinen Schultern und wie er damit umgeht, ist unglaublich. Ich habe noch nie erlebt, dass er im Rennen etwas falsch gemacht hat. Wenn er angreift, gewinnt er. Und wenn er nicht gewinnt, behält er die Kontrolle“, sagte Froome über Pogacar, dem er auch das erste Giro-Tour-Double seit 1998 zutraut. “Wenn nichts dazwischenkommt, kann er jeden Rekord brechen. Und wenn er will, kann er nach Marco Pantani der Erste sein, der im selben Jahr den Giro d'Italia und die Tour gewinnt“, prognostizierte der Routinier.
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