Derade für Degenkolb ist der Klassiker am Tag der Arbeit jedes Mal ein spezielles Ereignis. Der Wahl-Hesse wohnt nur wenige Autominuten vom Ziel in der Mainmetropole entfernt und kennt die Strecke aus dem Effeff. "Wenn jemand Erfahrung in Frankfurt hat, bin ich es. Das Rennen ist ein Brett. Wir kommen nicht hierher, um Handkäs' zu essen", sagte Degenkolb in der Frankfurter Rundschau.

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Der 30-Jährige aus der Mannschaft Trek-Segafredo möchte ein wechselhaftes Frühjahr nach einem zweiten Platz bei Gent-Wevelgem, aber auch einer großen Enttäuschung bei Paris-Roubaix mit einem Achtungszeichen abschließen. "Ich hatte oft Pech, bin auch wegen technischer Probleme ausgebremst worden", erklärte Degenkolb - und folgerte:
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Entsprechend verspüre ich ein bisschen Wut im Bauch, weil ich nicht das erreicht habe, was ich mir gewünscht habe.
Das sah bei Nils Politt ganz anders aus, der Kölner fuhr sich vor allem mit seinem eindrucksvollen zweiten Rang in Roubaix ins Rampenlicht. "Es wäre toll, mir ausgerechnet vor deutschem Publikum meinen ersten Klassikersieg zu holen – mit einem Etappensieg hat's ja bereits bei der Deutschland Tour geklappt", sagte der Profi des Teams Katusha-Alpecin, der sich so stark wie noch nie fühlt:
Ich bin in der Klassikerform meines Lebens.
Nach seinem Parforceritt durch die sogenannte "Hölle des Nordens" hatte sich Politt zunächst bei einem Kurzurlaub entspannt. Neue Rennhärte holte sich der 25-Jährige am Sonntag bei Lüttich-Bastogne-Lüttich und sah wie Maximilian Schachmann (Bora-hansgrohe) sein klasse Frühjahr mit einer Podestplatzierung beim ältesten Klassiker im Kalender veredelte. Im Gegensatz zu Politt ist Schachmann aber beim früheren Henninger-Turm-Rennen nicht vertreten.

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Für dessen Team Bora soll der aufstrebende Ackermann nach 187,5 km den Sieg holen. Der deutsche Meister geht mit großen Erwartungen an den Start. "Der letzte Sieger im deutschen Meistertrikot war Erik Zabel vor 20 Jahren. Es ist wirklich an der Zeit, das zu ändern", sagte er dem SID.
Doch auch Ackermann muss an Kristoff (UAE Team Emirates) vorbei, der die letzten vier Ausgaben für sich entschieden hat und erneut einer der Top-Favoriten ist. "Es ist ein selektiver Kurs", sagte Ackermann, "da ist viel möglich, sowohl für Ausreißer als auch für uns Sprinter." Nicht nur für Lokalmatador Degenkolb hätte ein Triumph große Bedeutung:
Hier zu gewinnen, ist eine Riesennummer.
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