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Giro-Führender Roglic von Machtdemonstration "überrascht"

Giro-Führender Roglic von Machtdemonstration "überrascht"
Von Eurosport

12/05/2019 um 12:09Aktualisiert 12/05/2019 um 12:13

Die verblüffende Machtdemonstration war Überflieger Primoz Roglic selbst nicht ganz geheuer. "Ich bin überrascht von den Abständen", sagte der slowenische Radprofi, nachdem er am Samstag im kurzen, aber heftigen Auftaktzeitfahren des 102. Giro d'Italia nicht nur seine Rolle als Top-Favorit untermauert, sondern allen Konkurrenten gleichsam einen psychologischen Nackenschlag versetzt hatte.

19 Sekunden legte der Kapitän der niederländischen Mannschaft Jumbo-Visma mit dem Rostocker Paul Martens zwischen sich und den britischen Vuelta-Sieger Simon Yates (Mitchelton-Scott). Der zweimalige Giro-Gewinner Vincenzo Nibali (Italien/Bahrain-Merida) und der Niederländer Tom Dumoulin (Sunweb), Sieger von 2017, erhielten noch vier bzw. acht Sekunden mehr an Rückstand. "Ich war komplett am Limit, im Moment ist Roglic besser als alle anderen", sagte Dumoulin.

Roglic gewann die Giro-Generalprobe bei der Tour de Romandie

Der 29 Jahre alte Roglic, einst Junioren-Weltmeister im Skispringen, legte die selektive Strecke über acht Kilometer mit dem harten Schlussanstieg auf der Via di San Luca in eindrucksvoller Manier zurück. Die Anstrengung war ihm zudem auch nicht in der Form anzusehen wie manchen seiner Widersacher. "Ich hatte keine besondere Taktik, außer so schnell wie möglich zu fahren", sagte Roglic lapidar.

Roglic, im Vorjahr Vierter der Tour de France, hatte zuletzt die Giro-Generalprobe bei der Tour de Romandie gewonnen und startete nun erstmals als größter Sieganwärter in eine dreiwöchige Rundfahrt. Nach seinem kometenhaften Aufstieg der vergangenen beiden Jahre führt der Giro-Triumph nur über ihn. "Das Wichtigste ist, am letzten Tag in Verona in Rosa zu sein", sagte er.

Video - Giro-Auftakt mit Pfiff: Roglic behält kühlen Kopf

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