Damiano Caruso (Bahrain Victorious) hat die 20. und vorletzte Etappe des Giro d’Italia gewonnen. Der Italiener setzt sich in der letzten Abfahrt mit Romain Bardet (DSM) und einigen Helfern ab und konnte nach 164 Kilometern auf der Alpe Motta seinen ersten Etappensieg bei der Italien-Rundfahrt feiern.
Egan Bernal (Ineos Grenadiers) kam nie in Probleme und schüttelte auf dem Schlussanstieg alle Verfolger ab. Er verteidigte als Zweiter das Rosa Trikot. Sein Teamkollege Daniel Felipe Martínez wurde Dritter vor Bardet.
Zusammen mit seinem Teamkollegen Pello Bilbao machte sich Caruso in der Abfahrt des Splügenpass 55 Kilometer vor dem Ziel auf die Verfolgung eines DSM-Trios mit Bardet, das sich von den Favoriten gelöst hatte. Die zwei Kapitäne und ihre drei Helfer musste es gegen noch sechs Ineos Grenadiere im Feld aufnehmen.
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“Wenn du Fahrer wie Caruso und Bilbao im Aufgebot hast, dann kannst du solche Situationen auslösen“, freute sich Bahrain Victorious Sportlicher Leiter Alberto Volpi. Dass die Situation nicht nur ausgelöst, sondern sogar perfekt abgeschlossen wurde, erfüllte den Italiener mit Stolz. “Ein tolles Ergebnis für uns. Die letzten Kilometer waren brillant“, befand der Giro-Zehnte von 1985.

Giro d'Italia 2021: Bernal und Ineos behalten Ruhe

Die letzten 1,5 Kilometer legte Caruso allein zurück. 500 Meter vor dem Ziel wich die Anstrengung deutlich sichtbar der Freude. Verständlich, denn der 33-Jährige feierte letzte Saison beim kleinen Circuito de Gexto seinen ersten und bis heute einzigen Profisieg. Da Simon Yates (BikeExchange) keine Akzente setzen konnte und 51 Sekunden auf den Sieger verlor, scheint der zweite Gesamtrang Carusos nun auch festzustehen.
Als das Quintett in der Abfahrt wegfuhr, geriet Ineos Grenadiers nicht in Panik. “Wir haben die Situation gut gemanagt und zwei Minuten an Vorsprung für das Zeitfahren gerettet. Wir sind in einer guten Position. Es ist nicht angenehm, wenn du weißt, dass der Zweite der Gesamtwertung und dein direkter Verfolger vor dir fährt,“ erzählt Bernal im Ziel.
Die Situation verschlechterte sich weiter als seine Helfer Salvatore Puccio, Gianni Moscon und Jhonatan Narváez relativ schnell ausscherten. Aber die verbliebenen Domestiken Jonathan Castroviejo und vor allem Martinez konnten die Lage mit großartigen Leistungen deutlich entschärfen. “Martínez hat einen tollen Job gemacht und Egan war stark im Kopf. Aber es wartet noch ein Zeitfahren, bevor die Rundfahrt endet. Wir haben das Rennen so lange vorbereitet und wir werden sicher jetzt nicht einen Tag vor dem Ende schon feiern“, warnte der Matteo Tossato, der Sportliche Leiter der britischen Equipe.
Dritte Kraft im Rennen war DSM. Zwar musste Bardet auf den letzten Kilometern Caruso fahren lassen, trotzdem war es die deutsche Mannschaft, die mit dem Franzosen, Michael Storer und Chris Hamilton die rennentscheidende Situation in erster Instanz herbeigeführt hatte. Als Belohnung kletterte Bardet in der Gesamtwertung auf Position fünf.
Im Klassement verlor Hugh Carthy (EF Education – Nippo) zwei Plätze. Neben Bardet musste der Brite, der nun Siebter ist, auch Martínez an sich vorbeilassen. Geoffrey Bouchard (AG2R – Citroën) verteidigte das Berg Trikot und ist am Sonntag nicht mehr zu gefährden. Auch Peter Sagan (Bora – hansgrohe) muss nur Mailand erreichen, um das Punkte Trikot definitiv zu gewinnen.
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