Auf der Strade-Bianche-Etappe dieses Giro musste Trek - Segafredo die Konkurrenz ziehen lassen. Giulio Ciccone büßte als Neunzehnter 1:47 Minuten auf Egan Bernal (Ineos Grenadiers) ein und fiel im Gesamtklassement vom vierten auf den achten Rang zurück.
Noch schlechter erging es Vincenzo Nibali, der elf Sekunden hinter seinem Teamkollegen das Ziel in Montalcino erreichte und am Ende des Tages als Vierzehnter des Gesamtklassements 4:11 Minuten hinter Spitzenreiter Bernal geführt wurde.
Auf der 12. Etappe war deshalb Wiedergutmachung angesagt - die allerdings nur halbwegs gelang. Zwar war Gianluca Brambilla im Spitzenquartett dabei, das den Tagessieg unter sich ausmachte. Doch statt der Attacke von Chris Hamilton (DSM) und dem späteren Etappengewinner Andrea Vendrame ((AG2R Citroën) zu folgen, ließ sich der Italiener in Bagno di Romagna auf ein Geplänkel mit George Bennett (Jumbo - Visma) ein und fuhr im Zielsprint sogar eine Welle gegen den Neuseeländer, die ihn nach einem Jury-Entscheid dann noch den dritten Platz kostete.
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Einen besseren Eindruck hinterließ da schon sein Landsmann Nibali, der gemeinsam mit Ciccone im letzten Anstieg des tages attackierte und auch dann nicht lockerließ, als das von Ineos Grenadiers angeführte Feld das Duo an der Bergwertung stellte. In der folgenden Abfahrt spielte der 36-jährige Sizilianer auf teils noch nassen Straßen seine Downhill-Fähigkeiten aus. Da Nibali im Gesamtklassement keine unmittelbare Bedrohung für Bernal ist, ließ ihn Ineos Grenadiers ziehen, so dass der sich sieben Sekunden vor dem Feld ins Ziel retten konnte.

Trek: "Wir wollten zu den Protagonisten zählen"

"Wir haben es versucht. Im letzten Anstieg gab es die Möglichkeit dazu, auch wenn wir wussten, dass sie uns nicht allzu weit würden davonziehen lassen. Wir hatten schon bei der Teambesprechung am Morgen darüber gesprochen: wenn sich die Chance bietet, warum nicht? Die Abfahrt war nicht allzu riskant, also habe ich es vorgezogen, sie von vorne zu fahren", kommentierte Nibali seine späte Ausreißaktion, die ihn im Gesamtklassement um eine Position auf Rang 13 vorrücken ließ.
Insgesamt hatte trug die Attacke eher symbolhaften Charakter, wie Nibalis Teamchef Luca Guercilena später zugab. "Das war ein Versuch, der mehr Vincenzos Instinkt entsprang und dem Willen, bei diesem Giro eine Marke zu setzen", sagte der Italiener. Das galt auch für das gesamte Team, wie Guercilena anmerkte: "Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, die sich uns bietenden Möglichkeiten dazu zu nutzen, auf dieser Etappe zu den Protagonisten zu zählen. Es war auch eine Gelegenheit, uns nach dem gestrigen schlechten Tag hinsichtlich der kommenden wichtigen Etappen zu testen."
Wie er den Ausgang des Tests beurteilte und ob er die Moral seines Teams gehoben habe, ließ Guercilena allerdings nicht durchblicken.
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